Petra Stolba designierte Geschäftsführerin der Bundessparte Tourismus

Prof. Smeral präsentiert Studie über Struktur des touristischen Arbeitsmarktes - "AMS-Statistiken verzerren das Bild" - Obmann Schenner fordert rasches Handeln

Wien (PWK 006) - Die Vorstellung von Dr. Petra Stolba als designierte Geschäftsführerin der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft sowie die Präsentation der neuen WIFO-Studie über die "Struktur des touristischen Arbeitsmarktes" durch Studienautor Prof. Egon Smeral standen Mittwoch Abend im Vordergrund des traditionellen nachweihnachtlichen Presseempfangs im Hotel Sacher durch Spartenobmann Komm.Rat Johann Schenner und Spartengeschäftsführer Dr. Michael Raffling.

Petra Stolba, 39, wird am 15. Februar 2004 ihren Dienst in der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft antreten und deren Leitung per 1. Juli 2004 übernehmen. Sie tritt damit die Nachfolge von Michael Raffling, 51, an.

Stolba ist seit 1999 Leiterin der Abteilung Grundsatzpolitik für Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Sektion Tourismus des Wirtschaftsministeriums. Bereits seit 1990 war Stolba in den verschiedensten Bereichen des Tourismus tätig, unter anderem als Abteilungsleiterin Gruppenreisen und Special Interest der Volksbank Reisen GmbH (Tochterfirma des Österreichischen Verkehrsbüros), als Geschäftsführerin des Austrian Convention Bureaus (Österreichischer Kongressverband), sowie als Bereichsleiterin Marketing, EDV und Strategische Planung in der Niederösterreich Werbung.

Die in der Branche mit Spannung erwartete WIFO-Studie bestätigt die seit längerem von Tourismusunternehmen beklagte Arbeitskräfteknappheit. AMS-Statistiken, wonach wesentlich mehr Arbeitskräfte zur Verfügung stünden, als dies in der Praxis der Fall ist, verzerrten hingegen das Bild, stellte Smeral fest: "Ein großer Teil der in der Statistik aufscheinenden Arbeitslosen ist nicht vermittelbar. Einstellungszusagen, regionale und soziale Zumutbarkeitsgrenzen, mangelnde Qualifikation oder zu hohes Alter verhindern die Beschäftigung".

Von den durchschnittlich ca. 30.000 Arbeitslosen im Gastgewerbe - die Arbeitslosigkeit variiert saisonbedingt zwischen ca. 20.000 in der Hauptsaison und 50.000 in der Nebensaison - verfügt ein großer Teil über Wiedereinstellungszusagen. Solche Personen scheinen zwar in der Statistik als arbeitslos auf,. sie stehen aber der Vermittlung nicht mehr zu Verfügung, führte Smeral aus. 23 Prozent der Arbeitslosen seien älter als 44 Jahre und es fehle auch häufig an der notwendigen Qualifikation. Mehr als die Hälfte der Arbeitslosen im Gastgewerbe verfüge maximal über einen Pflichtschulabschluss. Abzüglich jener Arbeitslosen, die krankheitsbedingt nicht für einen Saisonjob geeignet oder nicht mobil genug sind, liege das Potenzial der tatsächlich vermittelbaren Personen bei maximal zehn Prozent, fasste Smeral zusammen.

"Es ist endlich an der Zeit, dass alle den Ernst der Lage erkennen:
Eine Reform der Arbeitslosenvermittlung, eine erleichterte Beschäftigung von Saisoniers, die Umsetzung der von der Wirtschaft geforderten bilateralen Beschäftigungsabkommen mit den Beitrittsländern sowie ein Überdenken der siebenjährigen Übergangsfrist sind vor dem Hintergrund dieser Entwicklung unerlässlich", forderte Bundesspratenobmann Schenner die Verantwortlichen zu raschem Handeln auf. (hp)

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Dr. Michael Raffling

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