ARBÖ: Achtung vor Schneematsch, Eis und Dachlawinen

Wien (OTS) - ARBÖ: Achtung vor Schneematsch, Eis und Dachlawinen

In den kommenden Tagen wird es aufgrund der wechselhaften Temperaturen zu einer Schneeschmelze kommen. Die Situation können sich verschärfen, da kalter Wind und erneut tiefe Temperaturen das Wasser zum Gefrieren bringen wird, warnt der ARBÖ. Zusätzlich steigt die Gefahr von Dachlawinen, Glatteis wird die Straßenlage unsicher machen. Der ARBÖ gibt Tipps.

Schneematsch und Eis auf den Fahrbahnen stehen kommendes Wochenende auf der Tagesordnung. "Das Wichtigste ist, das Fahrverhalten dem Wetter anzupassen", rät Thomas Woitsch vom ARBÖ-Informationsdienst. Schnelles Abbremsen und abruptes Einlenken ist bei dem instabilen Untergrund sehr gefährlich. Schneematsch und Eis auf den Straßen verlängern den Bremsweg erheblich. Wer bremsbereit und langsamer unterwegs ist, verringert an exponierten Stellen die Unfallgefahr erheblich, sind sich die ARBÖ-Verkehrsexperten sicher.

Besonders betroffen von Schneematsch und Glatteis werden die Niederschlagsgebiete der vergangenen Tage sein. Außerdem raten die ARBÖ-Verkehrsexperten zu besonderer Vorsicht bei Brücken, Waldabschnitten, Unterführungen und Ortsausfahrten. Kalter Wind lässt den geschmolzenen Schnee hier rascher gefrieren. Um die Unfallgefahr in den kommenden Tagen zu verringern, sollte man nach Möglichkeit das Fahrzeug stehen lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

(Dach-)Lawinengefahr im Stadtgebiet!

Die prognostizierte Wetterlage erhöht im Stadtgebiet die (Dach-)Lawinengefahr. Der ARBÖ rät beim Benützen der Gehwege, nicht den Blick "nach oben" zu verlieren. Dabei jedoch nicht nur auf angebrachte Warntafeln oder Schutzgitter verlassen. Autofahrer sollten ihre Fahrzeuge nicht direkt vor Häusern parken, die mit Dachlawinen-Warntafeln gekennzeichnet sind oder von denen eine Dachlawine abzustürzen droht.

"Droht Schnee oder Eis von einem Hausdach abzustürzen, so ist der Eigentümer der Liegenschaft - im Sinne der Sorgfaltspflicht - dazu verpflichtet, rechtzeitig das Dach von möglichen Gefahrenquellen zu befreien," so die Leiterin des ARBÖ-Rechtsreferates Dr. Barbara Auracher-Jäger. Weiters muss der Hauseigentümer nachweisen können, rechtzeitig die Gefahr möglicher Dachlawinen erkannt und auch dementsprechende Vorkehrungen getroffen zu haben. Dazu zählt das Anbringen von Schutzvorrichtungen, wie etwa Warntafeln, Schutzgitter oder das rechtzeitige Verständigen von Dachdecker bzw. Feuerwehr. Gibt es übrigens durch den Abgang einer Dachlawine Verletzte, muss der Verantwortliche mit einer gerichtlichen Strafanzeige rechnen.

Fahrtipps Glatteis

Gerät das Fahrzeug auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern, sollten folgende Regeln beachtet werden:

* Ruhe bewahren. In jene Richtung lenken, in die das Heck ausbricht. Tritt das Schleudern beim Bremsen auf, sofort Bremse lösen. Während des Korrekturvorganges auf keinen Fall bremsen.

* Beim mechanischen Getriebe in kritischen Situationen die Kupplung treten, dadurch haben auch die angetriebenen Räder vollen Griff.

* Sollte das Fahrzeug über kein ABS (Antiblockiersystem) verfügen, so ist die altbekannte "Stotterbremse" noch immer am wirkungsvollsten.

* Unnötige Überholmanöver und ruckartige Lenkbewegungen unbedingt vermeiden.

* Mit niedriger Drehzahl fahren.

* In Kurven möglichst nicht beschleunigen oder bremsen.

Gut dran ist, wer diese Fahrtsituation in einem ARBÖ-Fahrsicherheitszentrum trainiert hat. Seit dem vorigen Jahr können neben Wien-Aspern auch in Straßwalchen (Salzburg) und in Ludersdorf (Steiermark) gelernt werden, das Fahrzeug unter extremen Bedingungen unter Kontrolle zu bringen. Nähere Informationen und Anmeldungen unter www.fahrsicherheitszentren.at.

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