AKNÖ warnt: So werden Bankomat-Codes ausspioniert

Wien (AKNÖ).- Für Aufruhr sorgte jener Betrüger, der sich offenbar in Bankfoyers aus den für Überweisungen aufgestellten Boxen Belege „organisierte“ und mit Hilfe der so gewonnenen Kontendaten und der gefälschten Unterschrift stattliche Beträge aufs eigene Konto überwies. Ein Lokalaugenschein der AKNÖ-Konsumentenschützer ergab:
Viele Boxen, die in den Bankfoyers aufgestellt sind, sind ungenügend gesichert. „Wir fordern die Banken auf, alles zu tun, um die Behälter manipulationssicher zu gestalten“, meint AKNÖ-Präsident Josef Staudinger. Er sieht die Tendenz der Banken, die sogenannten einfachen Bankgeschäfte vom Berater weg ins Bankfoyer zu verlagern, grundsätzlich kritisch. Der aktuelle Fall zeige, dass diese Bedenken berechtigt sind. „Wir erwarten von den Banken jedenfalls, dass sie sich im Fall von Problemen gegenüber den Kunden, sehr kulant verhalten“, so Staudinger. Die Konsumenten wiederum sollten ihre Kontoauszüge penibel auf Unregelmäßigkeiten überprüfen und im Fall des Falles bei ihrer Bank eine Kopie des Überweisungsbeleges anfordern. Kann nachgewiesen werden, dass die Unterschrift gefälscht wurde, ist die Bank verpflichtet, dem Bankkunden den entsprechenden Betrag zu erstatten.

Ganz anders ist das jedoch, wenn es Betrügern gelingt, den Code einer Bankomatkarte auszuspionieren und die Karte selbst zu entwenden. Der unachtsame Konsument kann so binnen Minuten bis zu 3.000 Euro los sein. „Dabei gibt es für die betroffenen Verbraucher keine Chance, wieder zu ihrem Geld zu kommen, da sie als Bankkunden verpflichtet sind, den Code sorgfältig zu verwahren und ihn nicht – gewollt oder ungewollt - an Dritte weiterzugeben“, warnt Dr. Eva Schreiber, Leiterin der Konsumentenberatung der NÖ Arbeiterkammer.

Durch die Sorglosigkeit einzelner Konsumenten werde es potenziellen Betrügern leicht gemacht, die Codes, die den Schlüssel zum Geld darstellen, auszuspionieren. „Während viele beim Bankomaten daran denken, die Tastatur bei der Zifferneingabe vor ungebetenen Zuschauern zu schützen, wird auf diese Vorsichtsmaßnahme beim Einkaufsbummel selbst oft vergessen“, meint Eva Schreiber. Im Supermarkt, in den Warenhäusern der großen Modeketten, aber auch in Tankshops, Boutiquen und Trafiken wird an den Kassen statt des Bargelds immer öfter die Bankomatkarte gezückt. Rund 72.000 Bankomatkassen sind mittlerweile hierzulande installiert – laut Europay europaweit ein Spitzenwert. Die Zahl der Bankomatkarten mit Maestro-Funktion stieg in Österreich bis Jahresende 2003 auf über sechs Millionen. Die AKNÖ empfiehlt den Konsumenten jedenfalls dringend, mit ihrer Bankomatkarte äußerst sorgsam umzugehen. Sonst würden potentielle Diebe durch sorgloses Hantieren an den Bankomatkassen förmlich „eingeladen“, sich nebst Code auch die Karte anzueignen, um so rasch ans fremde Geld zu kommen.

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