ÖAMTC: Nach dem großen Schnee ist "mehr miteinander" gefordert

Der Club gibt Tipps, wie man mit der weißen Pracht richtig umgeht

Wien (ÖAMTC-Presse) - Der Wintereinbruch in den vergangenen Tagen führte vor allem im Osten Österreichs zu erheblichen Schwierigkeiten und Behinderungen. Autofahrer und Räummannschaften waren stark gefordert, manche sogar überfordert.

ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer hat nun nach dem großen Schnee wichtige Tipps parat, wie Autofahrer, Fußgänger und Hauseigentümer gut miteinander auskommen können:

* Gehsteige wirklich sauber halten:
Die Pflicht zur Räumung und Bestreuung von Gehsteigen zwischen 6 und 22 Uhr trifft zwar prinzipiell die Hauseigentümer. Doch auch jeder andere darf die Straße (also auch den öffentlichen Gehsteig) nicht verschmutzen oder der Gefahr der Vereisung aussetzen. Autofahrer sollten das z.B. beim Abkehren ihres Fahrzeuges bedenken und Fußgänger sollten möglichst nur den geräumten Teil des Gehsteiges benützen.

* In Wien ist nur ein Teil des Gehsteiges zu räumen:
In Wien muss der Anrainer nur zwei Drittel der Gehsteigbreite, mindestens aber 1,5 Meter reinigen. Fußgänger sollten das bedenken, denn außerhalb dieses "Pflichträumbereiches" gibt es nach Unfällen keinen Schadenersatz.

* Einen Meter Fahrbahn räumen, wenn Gehsteig fehlt:
Wo es im verbauten Gebiet keinen Gehsteig gibt, haben die Anrainer die Pflicht einen Meter der Fahrbahn frei zu schaufeln und zu bestreuen, damit Fußgänger sich sicher bewegen können. Gerade auf engen Fahrbahnen sollten Fußgänger am Fahrbahnrand und nicht nebeneinander gehen. Autofahrer sollten im Sinne der Sicherheit nur äußerst langsam und mit großem Abstand an ihnen vorbeifahren.

* Matsch spritzt:
Autofahrer sollten, gerade im Nahbereich von Schutzwegen und Straßenbahn-Haltestellen bewusst langsamer als sonst fahren. Sonst spritzt man die Passanten an, die womöglich dann Schadenersatz verlangen könnten. Andererseits sollten sich gerade jetzt die Fußgänger nicht unmittelbar an den Fahrbahnrand oder vor eine Lacke stellen, wenn sie die Fahrbahn queren wollen.

* Schneefracht vom Fahrzeug entfernen:
Wer nur Sehschlitze auf der Windschutzscheibe freimacht, ist selbstverständlich strafbar. Doch auch bloß die Scheiben frei zu machen, schließt nicht Probleme und Haftungen aus: Denn eine Ladung Schnee oder gar Eis, die vom Fahrzeug fällt und Schaden beim Nachfahrenden oder bei Passanten verursacht, kann für den Fahrzeuglenker teure Folgen haben. Daher rät der ÖAMTC, vor der Inbetriebnahme das ganze Fahrzeug abzukehren und vor allem Eisplatten zu entfernen.

* Nummerntafel und Beleuchtung regelmäßig reinigen:
Natürlich muss man bei Schneelage für gute Sicht sorgen: Klare Scheiben - auch von innen gereinigt - sind genauso notwendig wie saubere Scheinwerfer und Leuchten. Wobei grundsätzlich die Beleuchtungsanlage durch eine Gang rund um das Fahrzeug kontrolliert werden sollte, da immer mehr "einäugige und blinde" Autos eine Gefahr im Verkehr darstellen. Nicht vergessen sollte man auch das Abwischen der Kennzeichentafel - zumindest vor dem Wegfahren.

* Dachlawinen beachten:
Hauseigentümer sollten zeitgerecht die Dächer auf Dachlawinen untersuchen und diese erforderlichenfalls entfernen. Stangen aufstellen alleine ist auf Dauer sicher zu wenig. Wer neben einem Haus parkt oder geht sollte ab und zu nach oben blicken. Zumindest offensichtlichen Dachlawinen kann man dann aus dem Weg gehen.

"Mit einigem guten Willen von allen, kann man die Gefahren des Winters problemlos bewältigen und die schönen Seiten der weißen Pracht genießen", meint ÖAMTC-Jurist Hoffer abschließend.

(Schluss)
ÖAMTC-Pressestelle/Hannes Kerschl

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