Technisch defekte LKW haben auf Kärntens Straßen "ausgebrummt"

Lückenloser LKW-Kontrollraster über Kärnten - LH Haider: Signal gegen das Auslaufen des Transitvertrages

Klagenfurt (LPD) - Ab sofort werden in Kärnten Lastkraftwagen intensiv und zu jeder Tages- und Nachtzeit kontrolliert. Defekte bzw überladene Schwerfahrzeuge haben auf Kärntens Straßen "ausgebrummt". Im Zuge eines Lokalaugenscheins am Prüfplatz Haimburg betonten heute, Mittwoch Landeshauptmann Jörg Haider und Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler bei einer Pressekonferenz, dass Kärnten als erstes Bundesland die Voraussetzungen für einen Masterplan "Kontrollplattform Kärnten" ausgearbeitet habe. Da dieses Konzept auch den Bund überzeugt hätte, seien heute bei einer österreichweit einzigartigen koordinierten Aktion in allen Bundesländern gleichzeitig LKW- und Buskontrollen gestartet worden, berichtete Haider.

Gemeinschaftlich mit den Organen der öffentlichen Sicherheit (Gendarmerie und Bundespolizei), der ASFINAG und dem Zoll sollen jetzt die Kontrollen des Autobus- und Schwerverkehrs - insbesondere auch der Gefahrenguttransporte - intensiviert werden. Die insgesamt sechs fixen Kontrollstellen befinden sich am Wolfsbergtunnel Nord auf der A10 Tauernautobahn, auf der B317 bei St. Veit, auf dem ehemaligen Zollabfertigungsplatz auf der A2 bei Arnoldstein, beim Karawankentunnel auch auf der slowenischen Seite, auf der B100 Lieserbrücke und bei Haimburg auf der A2 Südautobahn.

Haider betonte wie wichtig es sei, dass der alpenüberquerende Transit eingedämmt werde: "Hier liegt Kärnten nicht weit hinter Tirol und da die Schweiz die Transporte immer mehr auf die Schiene zwingt, wird Österreich noch mehr zur Ausweichmöglichkeit werden." Nach dem Auslaufen des Transitvertrages sei es auch wichtig ein Signal zu setzen, dass wir mit der Regelung der EU nicht einverstanden seien, so der Landeshauptmann. Weiters gelte es die Belastungen für die Bevölkerung zu mindern. Schon in den letzten Jahren sei viel Geld in die Errichtung von Lärmschutzeinrichtungen für Schiene und Straße geflossen. Jetzt würden gemeinsam mit dem Bund und der ASFINAG neue Schwerpunkte zum Schutz der Betroffenen gesetzt.

Verkehrslandesrat Dörfler verwies auf die "Exekutivmeisterleistung", die diesem großartigen Konzept so schnell zu einer Verwirklichung verholfen hätte. In diesem Zusammenhang betonte er, dass der Anteil des Transitverkehrs am gesamten alpenquerenden Verkehr insgesamt 64,3 Prozent betrage, wobei auf Frankreich 32,1 Prozent, auf die Schweiz 70,6 Prozent und auf Österreich 88,7 Prozent fallen würden. Mit diesen umfassenden Kontrollen habe man auch die Möglichkeit lenkend auf den Güterverkehr einzugreifen.

Laut Brigadier Willibald Liberda, Chef des Gendarmeriekommandos Kärnten, zeige die Statistik des vergangenen Jahres, dass es österreichweit eine Zunahme von 3,3 Prozent bei LKW-Unfällen mit einer Steigerung an tödlich Verunglückten um acht Prozent gebe. Diese Kontrollen würden daher viel zur Sicherheit auf Österreichs Straßen beitragen.
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