Transitgegner kündigen dramatische Blockade-Aktionen an

Organisator Gurgiser plant Protestmarsch auf der Inntalautobahn über die ganze Osterwoche. Sammelklage beim Euro-Gerichtshof wird eingebracht.

Wien (OTS) - In der morgen erscheinenden Ausgabe von NEWS kündigt der Tiroler Transitgegner Fritz Gurgiser namens seines "Transitforums" drastische Protestmaßnahmen für das Jahr 2004 an. Demnach soll es schon zu Ostern eine riesige Demonstration auf der Inntal- und Brennerautobahn geben, die zu einem totalen Verkehrskollaps führen dürfte. Gurgiser im NEWS-Interview: "Wir denken dabei an eine Osterwanderung, die die ganze Woche über dauern könnte. Von Kufstein bis zum Brenner und retour."

Weiters kündigt Gurgiser die Einbringung von Klagen in Sachen Transit an. Einerseits gegen die Tiroler Landesregierung wegen "Amtsmissbrauchs" und "Gemeingefährdung". Dies deshalb, so Gurgiser, "weil die Schadstoffwerte an den Transitrouten schon seit geraumer Zeit über den von der EU selbst festgelegten Grenzwerten liegen." Außerdem werden 1350 Tiroler Ärzte eine Art "Sammelklage" beim europäischen Gerichtshof für Menschenrechte einbringen. Gestützt auf medizinische Studien, die nachweisen, dass etwa das Risiko von Atemwegserkrankungen bei Kindern der Region dramatisch erhöht ist.

Letztlich fordert Gurgiser die Installierung einer österreichweiten "LKW-Kobra". Diese mobile Exekutivtruppe soll Lastwägen auf offener Strecke anhalten und kontrollieren können. Gurgiser: "In Italien und Deutschland gibt es so etwas auch. Warum nicht bei uns?"

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0003