ARBÖ: Damit das Auto nicht einfriert

Wien (OTS) - Temperaturen unter dem Gefrierpunkt lassen dieser
Tage nicht nur Zwei- und Vierbeiner zittern, sondern auch "Vierräder". Was getan werden kann, damit das Auto nicht einfriert, hat der ARBÖ-Schulungsleiter Gottfried Moser zusammengestellt.

* Diesel:
Auf jeden Fall Batterie, Frostschutz und Vorglühanlage überprüfen lassen. In Österreich sollte das sogenannte "Diesel"-Ausflocken nicht passieren, weil an den Tankstellen nur Winterdiesel abgegeben wird. Dieser bleibt bis etwa minus 20 Grad fließfähig. Hier muss kein zusätzliches Additiv zugefügt werden. Moser: "Probleme könnten eventuell Autolenker bekommen, die aus dem Ausland anreisen, wo Winterdiesel nicht automatisch angeboten wird." Der Dieselkraftstoff flockt dann bei Minusgraden aus und verstopft die Filter. Passiert dies, hilft nur noch "Auftauen" in einer warmen Garage und der Tausch des Dieselfilters.
Achtung: "Hausmittel" wie Petroleum und Benzin können Schäden nach sich ziehen.

* Autodichtungen mit Glyzerin einschmieren - damit vermeiden sie, dass die Autotüren festfrieren.

* Der Enteisungsspray für Türschlösser gehört in die Mantel- oder Jackentasche, nicht ins Handschuhfach!

* Wer sein Fahrzeug im Freien parkt sollte die Wischerblätter über Nacht von der Windschutzscheibe wegklappen, so der ARBÖ-Schulungsleiter. Keinesfalls festgefrorene Scheibenwischer von der Scheibe wegziehen. Besser die Wischer mit Enteisungsspray besprühen und die Scheibenwischer erst dann betätigen, sobald die Scheibe durch die Heizung von innen warm geworden ist.

* Vereiste Scheiben keinesfalls zum Abtauen mit heißem Wasser übergießen - Scheiben könnten springen!

* Als Vorbeugung gegen das Vereisen der Innenscheiben diese regelmäßig mit einem Anti-Beschlagtuch abwischen.

* Abschließend erinnert der ARBÖ-Schulungsleiter auch daran, regelmäßig der Scheibenwischeranlage Frostschutzmittel beizufügen. Aber Achtung! Es gibt für die verschiedenen Temperaturen verschiedene Frostschutzmittel.

Richtige Starthilfe geben

Der ARBÖ warnt bei privater Starthilfe zu äußester Vorsicht:
Gerade bei den modernen Autos können durch defekte Batterien andere Steuerungsgeräte beschädigt werden. Vor allem auf Diebstahlwarngeräte, Airbag-Steuerungen und ABS-Systeme können sich kaputte Batterien schädigend auswirken. Bei solchen Autos sind meist nur Fachleute in der Lage zu beurteilen, ob die Batterie kaputt ist. Am besten den ARBÖ-Pannen-Notruf 1-2-3 (österreichweit ohne Vorwahl) rufen!

Wer trotzdem zum Starthilfekabel greift, sollte als erstes genau die Gebrauchsanweisung durchlesen. Falls später andere Schäden auftreten, ist es wichtig nachweisen zu können, dass man bei der Starthilfe so vorgegangen ist, wie von der Herstellerfirma vorgeschrieben.

Bei der Starterhilfe gilt im Prinzip: Zuerst das rote Kabel an den Plus-Pol der Spender-Batterie und dann an den Plus-Pol der leeren Batterie anschließen. Danach das schwarze Kabel an den Minus-Pol der Spender-Batterie und dann das andere Ende des schwarzen Kabels an den Minus-Pol der leeren Batterie. Wenn vom Hersteller nicht anders vorgeschrieben.

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