Weiterer Anstieg der Arbeitslosigkeit und keine Trendwende auf dem Arbeitsmarkt in Sicht

Wien (OTS) Ende Dezember 2003 waren beim AMS NÖ insgesamt 52.347 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 14.971 (od. 40,1 %) mehr als im Vormonat und um 1.912 (od. 3,8 %) mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Österreichweit stieg die Arbeitslosigkeit zum Monatsende im Vergleich zum Vorjahr um 14.225 (od. 5,0 %) auf insgesamt 296.916. Den größten Anstieg aller Bundesländer verzeichnete Wien mit + 10.257 (od. + 12,2 %).

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit konnte im Jahr 2003 in NÖ nur durch verstärkte Schulungen des AMS NÖ einigermaßen stabilisiert werden. Die Statistik bezieht nämlich jene Arbeitslosen nicht mit ein, die an Schulungsmaßnahmen teilnehmen. Ende Dezember 2003 befanden sich in NÖ insgesamt 4.749 Personen in Schulung, um 170 (od. 3,7 %) mehr als ein Jahr zuvor. Österreichweit standen insgesamt 34.567 Personen in Schulung, um 1.741 (od. 4,8 %) weniger als Ende Dezember 2002.

Regional betrachtet steigt die Arbeitslosigkeit derzeit neben dem Bezirk Wr. Neustadt (+446 od.10,5 %) am stärksten im gesamten Weinviertel: Im Bezirk Mistelbach (+ 298 od. 12,9 %), in Gänserndorf (+ 246 od. 9,6 %), in Korneuburg (+ 207 od. + 12,9 %) und in Hollabrunn (+201 od.14,1 %). In Neunkirchen (- 375 od. -11,0 %) und Melk (- 156 od. - 6,0 %) hingegen ist sie im Jahresvergleich zum Teil stark rückläufig.

Trotz der rege in Anspruch genommenen AMS NÖ-Förder- und Qualifizierungsoffensive - Ende Dezember waren insgesamt 2.274 Jugendliche in Maßnahmen des AMS NÖ, um 397 od. 21 % mehr als ein Jahr zuvor - steigt die Arbeitslosigkeit der 15 bis unter 25-Jährigen nach wie vor überdurchschnittlich: Ende Dezember 2003 waren insgesamt 9.191 Jugendliche unter 25 Jahre arbeitslos vorgemerkt, um 864 oder 10,4 % mehr als Ende Dezember 2002.

Am Lehrstellenmarkt hat sich die Situation gegen Jahresende in NÖ. durch die Maßnahmen im Rahmen des JASG (Jugendausbildungssicherungsgesetz) hingegen etwas verbessert. Ende Dezember 2003 standen 778 Lehrstellensuchende (57 od. 7,9 % mehr als ein Jahr davor) insgesamt 213 offene Lehrstellen (- 110 od. 34,1 % weniger als Ende Dezember 2002) gegenüber.

Auch 2004 keine Entlastung des Arbeitsmarktes zu erwarten

Trotz eines aufkeimenden Konjunkturoptimismus wird die Lage auf dem Arbeitsmarkt auch im Jahr 2004 angespannt bleiben. Vor dem Hintergrund einer anhaltenden Nachfrageschwäche werden im Laufe des Jahres 2004 kaum zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Gleichzeitig ist - trotz Konjunkturschwäche - eine Ausweitung des Angebotes an Arbeitkräften zu erwarten. Dies wird vor allem im Wien und in NÖ zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit führen. Im Jahresdurchschnitt 2003 waren in Niederösterreich insgesamt 39.209 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 785 (od. 2,0 %) mehr als 2002. Die Arbeitslosenquote wird im Jahr 2003 in NÖ 7,0 % der unselbständigen Erwerbspersonen (2002:6,9 %) und im Jahr 2004 7,2 % erreichen.

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