Pöltl lädt OSZE-Beobachter für die Wahl des Bundespräsidenten in Österreich ein

Worin besteht der Unterschied zwischen Russland und Österreich? SP-Präsidentschaftskandidat Dr. Heinz Fischer vom ORF einseitig bevorzugt

Wien (OTS) - Am 03.01.2004 hat sich das SP-Präsidium theatralisch durchgerungen, den zweiten Nationalratspräsidenten Dr. Fischer zum SP-Präsidentschaftskandidaten zu nominieren. Am nächsten Tag, dem 04.01.2004, hatte der offenbar mit hellseherischen Fähigkeiten ausgestattete ORF bereits eine Pressestunde mit Dr. Fischer zur besten Sendezeit zwischen 11.00 und 12.00 Uhr am Sonntag bereit. Mit der Funktion des zweiten Nationalratspräsidenten konnte diese Pressestunde nicht zusammenhängen, weil bis dato noch niemals einem zweiten Nationalratspräsidenten eine Pressestunde zur Verfügung gestellt wurde.

Im Rahmen der Pressestunde wurden sämtliche Peinlichkeiten des Kandidaten in seiner politischen Vergangenheit als Repräsentant des sozialistischen Apparats verschwiegen; zum Beispiel, dass er als seinerzeitiger Sekretär von Bruno Kreisky einen Untersuchungsausschuss gegen Simon Wiesenthal gefordert
hat, als dieser aufgedeckt hat, dass der damalige FPÖ-Obmann Friedrich Peter und geheime Königsmacher von Kreisky bei der Waffen-SS war; zum Beispiel, als er eine Koalition zwischen der sozialistischen Partei und der FPÖ Anfang der achtziger Jahre befürwortet und als Minister daran teilgenommen hat, in der Folge die FPÖ ausgrenzen wollte und die Sanktionen gegen die ÖVP/FPÖ-Regierung nie verurteilt hat; zum Beispiel, als er Herrn Viktor
Klima als Bundeskanzler unterstützt hat, obwohl nicht nur Österreich sehen konnte, dass dieser heillos überfordert war.

Der staatliche ORF hat das Gebot der Unabhängigkeit missachtet.

Ich habe meine Kandidatur zur Bundespräsidentschaftswahl bekannt gegeben. Im ORF ist weder eine Meldung darüber erfolgt, noch wurde mir eine Pressestunde ermöglicht. Wo liegt der Unterschied zwischen einem Wahlkampf in Russland und in Österreich? Auch bei uns werden offenbar Repräsentanten des Establishments durch den staatlichen ORF bevorzugt; ein Gegenkandidat aus dem Volk wird negiert und verschwiegen.

Ich lade die OSZE ein, auch den Wahlkampf zur Präsidentschaftswahl in Österreich zu beobachten.

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Pöltl
Tel.:0043/664/1401616
office@teleaustria.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | ECC0001