ARBÖ: Nützliche Fahrtipps für Schnee und Glatteis

Das Fahrzeug Batterieschonend starten

Wien (OTS) - Rutschige Schneefahrbahnen und Glatteis verlangen von den Fahrzeuglenkern ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit. Damit die Fahrt nicht an der Stoßstange des vorausfahrenden Fahrzeuges oder im Straßengraben endet, hat der ARBÖ wichtige Tipps zusammengestellt. Damit das Fahrzeug aber überhaupt in Gang kommt, ist ein möglichst "batterieschonender" Startvorgang empfehlenswert. Der ARBÖ informiert, was dabei zu beachten ist.

Fahrtipps Glatteis

   Gerät das Fahrzeug auf eisglatter Fahrbahn ins Schleudern, sollten folgende Regeln beachtet werden:

  • Ruhe bewahren. In jene Richtung lenken, in die das Heck ausbricht. Tritt das Schleudern beim Bremsen auf, sofort Bremse lösen. Während des Korrekturvorganges auf keinen Fall bremsen.
  • Beim mechanischen Getriebe in kritischen Situationen die Kupplung treten, dadurch haben auch die angetriebenen Räder vollen Griff.
  • Sollte das Fahrzeug über kein ABS (Antiblockiersystem) verfügen, so ist die altbekannte "Stotterbremse" noch immer am wirkungsvollsten.
  • Unnötige Überholmanöver und ruckartige Lenkbewegungen unbedingt vermeiden.

* Mit niedriger Drehzahl fahren.

* In Kurven möglichst nicht beschleunigen oder bremsen.

   Gut dran ist, wer diese Fahrtsituation in einem ARBÖ-Fahrsicherheitszentrum trainiert hat. Seit dem vorigen Jahr können neben Wien-Aspern auch in Straßwalchen (Salzburg) und in Ludersdorf (Steiermark) gelernt werden, das Fahrzeug unter extremen Bedingungen unter Kontrolle zu bringen. Nähere Informationen und Anmeldungen unter www.fahrsicherheitszentren.at.

Beim Starten mit Stromverbrauch im Auto sparsam umgehen

   Der Startvorgang für die Batterie ist vergleichbar mit einem 100-Meter-Lauf. Wenn den Sprintern gleichzeitig noch schwere Gewichte umgehängt werden, werden diese kaum vorankommen. Der ARBÖ empfiehlt, beim Starten keinen zusätzlichen "Stromverbraucher" einzuschalten (wie zum Beispiel Licht, Radio). Speziell die Heckscheibenheizung sollte zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingeschaltet werden, denn sie ist ein wahrer "Stromfresser".

   Die ARBÖ-Pannenfahrer sind österreichweit im Dauereinsatz. Vor allem um Starthilfe zu geben. Es sind vor allem ältere oder schlecht gewartete Batterien, die ihren Geist aufgeben. Bis die Einsatzfahrer rettend eingreifen, ist mancherorts mit Wartezeiten zu rechnen. Trotzdem warnt der ARBÖ vor privater Starthilfe: Gerade bei den modernen Autos können durch defekte Batterien andere Steuerungsgeräte beschädigt werden. Vor allem auf Diebstahlwarngeräte, Airbag-Steuerungen und ABS-Systeme können sich kaputte Batterien schädigend auswirken. Bei solchen Autos sind meist nur Fachleute in der Lage zu beurteilen, ob die Batterie kaputt ist.

   Wer trotzdem zum Starthilfekabel greift, sollte als erstes genau die Gebrauchsanweisung durchlesen. Falls später andere Schäden auftreten, ist es wichtig nachweisen zu können, dass man bei der Starthilfe so vorgegangen ist, wie von der Herstellerfirma vorgeschrieben.

   Bei der Starterhilfe gilt im Prinzip: Zuerst das rote Kabel an den Plus-Pol der Spender-Batterie und dann an den Plus-Pol der leeren Batterie anschließen. Danach das schwarze Kabel an den Minus-Pol der Spender-Batterie und dann das andere Ende des schwarzen Kabels an den Minus-Pol der leeren Batterie. Wenn vom Hersteller nicht anders vorgeschrieben.

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