Prokop: NÖ Lehrlingsauffangnetz hat voll gegriffen

Maßnahmen gegen Jugendarbeitslosigkeit verstärkt fortgesetzt

St. Pölten (NÖI) - Die neuesten Arbeitsmarktdaten bestätigen Niederösterreichs Weg im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit. So ist bei den 15-19jährigen die Arbeitslosigkeit um 6,2% zurückgegangen, das ist ein Spitzenwert in Österreich. Das Lehrlingsauffangnetz ist im Oktober und November voll angelaufen. Mit 31.12.2003 besuchten bereits 893 Jugendliche die Kursmaßnahmen, die auf die Lehrzeit angerechnet werden und den jungen Menschen den Einstieg auf einen Lehrplatz bei einem Unternehmen ermöglichen. Der Anstieg der arbeitslosen 19-25jährigen betrug jedoch 13%. "Damit sind wir zwar unter den besten 4 Bundsländern, aber jeder arbeitslose Jugendliche ist zuviel. Umso wichtiger ist das Jugendbeschäftigungsprogramm, das dieser Tage mit Bundes- und Landesmitteln in Höhe von insgesamt € 6 Mio. startet", präsentiert Liese Prokop die konkreten Gegenstrategien.****

Insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit im Dezember in Österreich um 5,0%, in Niederösterreich um 3,8% oder 1912 Personen. Dieser geringere Anstieg im Vergleich zum Österreichschnitt ist bemerkenswert, da der NÖ Arbeitsmarkt in den Wintermonaten traditionell unter der Arbeitslosigkeit am Bau leidet. LHStv. Liese Prokop: "Bewusst haben wir im Wohnbau bereits im Oktober gegengesteuert und den vorzeitigen Baubeginn sowie ein großes Kontingent an Althaussanierungen, die auch im Winter durchgeführt werden können, bewilligt. Diese Maßnahmen zeigen nun Wirkung. Niederösterreich zeigt eine wesentlich bessere Lage als Wien, wo die Arbeitslosigkeit im Dezember um +12,2%, bei den Jugendlichen sogar um 13,7% anstieg. "Die schlechte Wirtschaftslage in Wien wirkt sich voll auf NÖ aus, denn 123.000 Personen, also jeder 4. Niederösterreicher, arbeitet in Wien. Die Beschäftigten werden am Arbeitsort, die Arbeitslosen hingegen am Wohnort erfasst. Jeder Niederösterreicher, der in Wien seinen Arbeitsplatz verliert, zählt in unserer Statistik" erläutert Liese Prokop.

"Die Anzeichen einer konjunkturellen Erholung werden erst mit einiger Verzögerung auch am Arbeitsmarkt spürbar werden. Daher müssen wir auch 2004 konsequent den erfolgreichen niederösterreichischen Weg in der aktiven Arbeitsmarktpolitik verfolgen", erklärt LHStv Liese Prokop abschließend.

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