Erdbeben Iran: Überlebende brauchen mittelfristig festere Behausungen

Menschen hungern, Lebensmittelhilfen müssen verstärkt werden

Wien (OTS) - Für die Menschen in Bam geht nach dem Erdbeben der Überlebenskampf weiter. "Die Tragödie von Bam ist für die Hinterbliebenen kaum auszuhalten", schildert Caritas Präsident Franz Küberl die prekäre Lage. "Die Menschen machen sich große Sorgen darüber, wie sie in den nächsten Wochen und Monaten überleben werden. Unsere Hilfe von Lebensmitteln, Decken und Zelten kommt an, muss aber weiter verstärkt werden", so Küberl. "Die Zelte bieten kaum Schutz vor der nächtlichen Kälte in der Oasenstadt und sind eine Übergangslösung, die spätestens dann, wenn es in wenigen Wochen in Bam zu regnen beginnen sollte und die kalten Märzwinde kommen, durch festere Behausungen ersetzt werden müssen."

In den letzten Tagen sind mit Hilfe von Caritas-SpenderInnen bereits dringend notwendige Lebensmittel eingetroffen, mit denen 5.000 Menschen zwei Wochen lang versorgt werden können. Reis, Bohnen, Zucker, Öl, Thunfisch und Milchpulver werden das Überleben tausender Menschen sichern helfen. Die Waren wurden im Iran gemeinsam mit lokalen Mitarbeitern den Bedürfnissen der Betroffenen entsprechend zusammen gestellt und mit Lastkraftwagen von Mashhad, einer Stadt nahe der afghanischen Grenze, in nur eineinhalb Tagen nach Bam transportiert.

Gestern wurden auch im 3. von 12 Bezirken in Bam in den Abendstunden an rund 150 Familien mit Hilfe lokaler Organisationen "Küchen-Sets" verteilt. Die Schachteln, die von den Caritas-Mitarbeitern vergeben wurden, waren gefüllt mit ganz praktischen Gegenständen, wie einem großen Topf, um für die Familie Reis zu kochen, mit widerstandsfähigen Bechern und einer Teekanne, da zumeist der gesamte Hausrat kaputt gegangen ist.

"Die Überlebenden müssen nicht nur das katastrophale Erdbeben und den Verlust vieler Angehöriger verkraften, ihr Leben ist ein tägliches Bangen wie es weitergehen kann. Deshalb wird auch in den nächsten Wochen die Überlebenshilfe eine wesentliche Rolle spielen müssen", so der Caritas-Präsident. Gleichzeitig ist es notwendig, gezielt mittelfristige Hilfsmaßnahmen für die notleidende Bevölkerung in die Wege zu leiten. Aus diesem Grund sind derzeit Caritas-Mitarbeiter aus Österreich, den Niederlanden, aus Irland und Italien in Bam und klären die weiteren dringend notwendigen Hilfsmaßnahmen ab.

Die Caritas bittet dringend um Spenden für die Überlebenden des Erdbebens im Iran auf das PSK Konto 7.700.004 Kennwort "Erdbeben Iran".

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