KIOP: Kräfte für internationale Operationen wird Schwerpunkt im Jahr 2004

Beteiligung an EU-Eingreiftruppe wird das Österreichische Bundesheer nachhaltig verändern

Wien (BMLV) - Die Aufstellung, Ausrüstung und Ausbildung der KIOP-Truppen wird das Österreichische Bundesheer im Jahr 2004 vor eine Fülle neuer Aufgaben und damit neuer Herausforderungen stellen. Insgesamt müssen bis 2007 rund 1.500 Soldaten mit modernster Ausrüstung und Bewaffnung für internationale Einsätze im Rahmen der EU-Eingreiftruppe bereitgestellt werden. Dazu ist ein Rahmen von fast 6.000 Soldaten notwendig, um einen Großverband von 1.500 Soldaten für längere Zeit in einem Auslandseinsatz belassen zu können.****

"KIOP stellt in den nächsten Jahren eine der größten Herausforderungen für das Österreichische Bundesheer dar. Die Republik Österreich leistet mit den KIOP-Kräften einen wichtigen Solidarbeitrag zur gemeinsamen Europäischen Friedensarchitektur", unterstrich Bundesminister Platter.

Derartige Einsätze sind nur auf freiwilliger Basis möglich. Dazu wurde ein umfassendes Anreizsystem geschaffen. Mit diesem Anreiz- und Absicherungspaket wird es möglich sein, eine mehr als ausreichende Anzahl an Freiwilligen rekrutieren zu können. Neben einer KIOP-Zulage von 100 Euro für Soldaten mit einem unbefristeten Dienstverhältnis und 200 Euro für Soldaten mit einem befristeten Dienstverhältnis, wird eine Bereitstellungsprämie von 342 Euro ausbezahlt. Weiters wurde eine verbesserte Absicherung für Angehörige von verunglückten Soldaten von 109.000 Euro verwirklicht. Darüber hinaus werden den KIOP-Soldaten neu gestaltete Unterkünfte und Freizeiteinrichtungen zur Verfügung gestellt. Gleichzeitig werden aber, um die Auslandseinsatzbereitschaft zu fördern, Auslandsverwendungen für Soldaten zum besonderen Definitivstellungserfordernis.

"Jeder einzelne Soldat, der sich zur KIOP meldet, hilft den österreichischen Beitrag zu einer gemeinsamen europäischen Armee zu verwirklichen. Unser Ziel ist es mit Ende 2004 bereits mehr als 700 KIOP-Soldaten bereitstellen zu können", betonte Verteidigungsminister Günther Platter abschließend.

5. Jänner 2004 (Schluss) nnnn

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