Fuhrmann: Harmonisierung soll für alle Menschen gelten!

Die Jungen müssen Hauptansprechpartner bei der Harmonisierung sein - Verbesserung bei Zukunftsvorsorge notwendig

Wien (OTS) - "Ich fordere die verstärkte Einbeziehung der Jungen, da die Harmonisierung junge Menschen am meisten betreffen wird", so Abg.z.NR Silvia Fuhrmann zur aktuellen Debatte rund um die Pensionsharmonisierung.

Die Junge ÖVP steht zur Harmonisierung der Pensionssysteme und begrüßt auch die Einführung des Pensionskontos, weil Transparenz notwendig ist. "Nun ist es aber an der Zeit das Versprechen an die Jungen endlich einzulösen: keine Privilegien mehr und einen sicheren Anteil des Staates zu ihrer eigenen Pension", sagt Fuhrmann, Bundesobfrau der Jungen ÖVP. "Man darf nicht vergessen, dass unsere Generation keine "100%paletti-der-Staat-wird´s-schon-richten-Pension" mehr haben wird. Das Mindeste was wir Jungen uns jetzt wohl erwarten dürfen, ist fair behandelt zu werden", so Fuhrmann weiter.

"Die Harmonisierung soll für alle Menschen gelten und nicht nur für alle unter 35jährigen", so wiederholt Abg.z.NR Silvia Fuhrmann ihre Forderung, die sie schon im Sommer in den eigenen Parteigremien erhoben hatte. "So kann man tatsächlich von einem fairen Modell sprechen", sagt Fuhrmann.

Unterstützt wurde diese Forderung bereits von den Pensionsexperten Marin (Kleine Zeitung) und Guger (Presse). Marin wies ebenfalls darauf hin, dass es keinen Grund gebe, die Harmonisierung nur für die unter 35jährigen wirksam werden zu lassen. Guger hielte eine Stichtagsregelung für sinnvoll, weil dann das alte System nicht mehr weitergeführt werden müsste.

"Weiters fordere ich eine intensivere Aufklärung über die staatlich geförderte Zukunftsvorsorge", sagt Silvia Fuhrmann, Jugendsprecherin der ÖVP. Viele junge Menschen würden nicht davon in Kenntnis gesetzt werden, dass sich die staatliche Förderung von ursprünglich 9,5% - derzeit sind es nur mehr 9% - auf eine einmalige Verzinsung über den im Jahr einbezahlten Betrag beziehe und keine ständige Verzinsung bedeute. Würde man nach 15jährige Laufzeit etwa die jährliche Verzinsung mit einer kontinuierlichen gleichsetzen, käme man lediglich auf 1,5%.

Die Umverteilung der Lebensverdienstsumme mit höheren Einstiegsgehältern und einer abgeflachten Einkommenskurve bei einer gleichbleibenden Lebensverdienstsumme sollten die Gespräche ebenfalls beschäftigen. "Es ist von besonderer Wichtigkeit, dass junge Arbeitnehmer dann das Geld verdienen können, wann sie es auch tatsächlich brauchen", so Fuhrmann, die insbesonders die hohen Ausgaben für die Familien- und Hausstandsgründung anführt, aber auch die hohen Kosten für die Finanzierung der dritten Pensionssäule. "Wie soll ein Junger für die eigene Altersvorsorge sparen, wenn er nicht einmal im Alltag über die Runden kommt?", führt Fuhrmann an. Eine EU-Richtline schreibt vor, "dass Diskriminierung wegen des Alters bei der Arbeit" in Österreich bis Ende 2003 umgesetzt werden müsste. "Heute ist der 31. Dezember und leider ist noch nichts passiert, obwohl die Maßnahme auch im Regierungsprogramm steht", betont Fuhrmann.

Des weiteren muss eine Rücksichtnahme auf moderne Dienstverhältnisse wie z.B. Werkverträge und freie Dienstverträge bei der Pensionsharmonisierung diskutiert werden, genauso wie die Verfahrensweise nach der Aufhebung des 10 Prozent Verlustdeckels im Jahr 2028. "Nach dem Auslaufen des 10-Prozent-Deckels muss es weiterhin zu einer entsprechenden Berücksichtigung von Teilzeitarbeit sowie von Kindererziehungs- und Karenzzeiten kommen", so Fuhrmann.

Für das Pensionssystem ist es wichtig, dass die Menschen länger im Erwerbsleben bleiben. Deshalb unterstützt die Junge ÖVP auch die Maßnahmen für ältere Arbeitnehmer. Fuhrmann fordert: "Die Arbeitsmarktpolitik für die ältere Generation darf aber keinesfalls zu Lasten der Jungen gehen und speziell gegen die Jugendarbeitslosigkeit müssen Maßnahmen ergriffen werden".

Im Besonderen muss für Frauen an der Zuverdienstgrenze gearbeitet werden. Die Bundesobfrau der Jungen ÖVP weiter: "Jene reicht nämlich für eine Frau in einer Führungs- und Managementfunktion nicht aus, um etwa 20 Stunden arbeiten zu können." Die Junge ÖVP kann sich auch vorstellen, dass das Pensionsantrittsalter für Frauen schon früher angepasst wird. "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Lohnunterschiede und Aufstiegschancen für Frauen stellen wirkliche Herausforderungen dar", so Fuhrmann abschließend.

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