Hilfsmannschaften kehren aus dem Erdbebengebiet im Iran nach Österreich zurück

Wien (OTS) - Am 26. Dezember 2003, um 05.27 Uhr Ortszeit (01.57 MEZ), gab es in der Provinz Kerman im Iran, mit dem Epizentrum nahe der Stadt Bam, 180 km südöstlich von Kerman, rund 1000 km südöstlich von Teheran, ein Erdbeben der Stärke 6,7 auf der Richterskala. Als erste Maßnahme organisierte das Büro für die Koordination Humanitärer Hilfe der UNO (OCHA - Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) ein Team, das zur Schadensfeststellung in den Iran geschickt wurde; Österreich beteiligte sich mit zwei ausgebildeten UN-Katastrophenexperten.

Das EU-Monitoring-Information-Center (EU-MIC) informierte am späten Nachmittag des 26. Dezember 2003 die Bundeswarnzentrale in Wien über das eingegangene Hilfsersuchen des Iran für "search and rescue teams". Von der im Innenministerium für das staatliche Krisenmanagement und die internationale Katastrophenhilfe zuständigen Abteilung wurde diese Meldung sofort an alle Ministerien, die Landeswarnzentralen in den Bundesländern, sowie die Einsatzorgansiationen, wie Feuerwehr, Rotes Kreuz etc. weitergeleitet, um entsprechende Maßnahmen planen und organisieren zu können.

Mit zwei Flugzeugen, die vom Bundesministerium für Landesverteidigung und vom Bundesministerium für Inneres gechartert wurden, konnten die Hilfskräfte samt Einsatz- und Bergegerät am 27. Dezember 2003 in das Einsatzgebiet im Iran gebracht werden (Abflüge um 11.00 und um 14.00 Uhr).

Die Hilfmannschaften setzten sich aus folgenden Experten zusammen:
Ein Katastrophenhilfeexperte des Österreichischen Bundesheeres, eine Such- und Rettungshilfeeinheit (120 Personen) des Bundesheeres -AFDRU (Austrian Forces Disaster Relief Unit), die "search- and rescue Group" des Landes Vorarlberg (SARUV) mit 17 Helfern und 16 Einsatzhunden, eine Einheit des Österreichischen Rotenkreuzes mit 20 Hundeführern und eine Einheit des Österreichischen Bergrettungsdienstes (11 Mann und 10 Hunde).

Da kein Einsatzerfolg mehr abzusehen war, wurden die Katastrophenhelfer im Einvernehmen mit den iranischen Rettungskräften gruppenweise aus dem Erdbebengebiet abgezogen. Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk der Bundesrepublik Deutschland wurde eine Maschine gechartert, mit der am 30. Dezember 2003, gegen 16.15 Uhr, folgende Einheiten nach Österreich zurück kommen:

Vom Österreichischen Rotenkreuz bzw. Deutschen Rotenkreuz 25 Personen und 20 Hunde, vom Österreichischen Bergrettungsdienst elf Personen und zehn Hunde, das SARUV-Team aus Vorarlberg (17 Personen mit Hunden), die Internationale Retttungshundeorganisation (IRO) mit sieben Helfern und drei Hunden (dieses Team war auf Ersuchen der UNO selbständig in den Iran gereist).

Rückfragehinweis:

RUDOLF GOLLIA, MAJOR

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