ÖAAB-Tschirf: Gemeinsamer Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in Wien nötig!

Wien auch 2003 österreichweit trauriges Schlusslicht in der Arbeitsmarktbilanz!

Wien (ÖAAB): Kritisch sieht der Obmann des Wiener ÖAAB, LAbg. Matthias Tschirf, die arbeitsmarktpolitische Bilanz der Wiener SPÖ-Stadtregierung im abgelaufenen Jahr. "Wien ist nach wie vor trauriges Schlusslicht bei der Arbeitslosenrate", stellt Tschirf verärgert fest. "Die Bundeshauptstadt muss wieder im Spitzenfeld der Beschäftigtenstatistik zu finden sein. 2004 muss daher das Jahr der gemeinsamen Anstrengung werden, die Zahl der Arbeitlosen zu verringern, wo es nur geht", so Tschirf in Richtung SPÖ.

Notwendigkeit zum Handeln ist jedenfalls mehr denn je gegeben:
Während die Arbeitslosenquote im Jahr 2003 (Jänner bis November) in Wien 9,4% betrug, waren österreichweit insgesamt nur 6,9% ohne Job. Die Politik der SP-Stadtregierung macht Wien zum "Problemkind" unter den Bundesländern. Wien hat es auch nicht geschafft, den strukturellen Verlust an Arbeitsplätzen auszugleichen, geschweige denn diesem Trend gegenzusteuern. Die Zahl der Beschäftigten erreicht in ganz Österreich immer neue Rekorde (November 2003: 3,189 Mio. Beschäftigte), während Wien nicht einmal das Niveau von 1965 (!) halten kann.

SPÖ gefordert: WAFF muss effizienter arbeiten!

Insbesondere das wichtigste Instrument der Stadt Wien für Initiativen gegen die Arbeitslosigkeit, der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (WAFF), leidet unter einer zunehmenden Ineffizienz. Jährlich fließen über 9 Millionen Euro Wiener Steuergelder in eine Institution, die rund 40% der Einnahmen als Verwaltungsaufwand verbucht! Den Arbeitslosen in Wien könnte besser geholfen werden. In der letzten Sitzung des Gemeinderats in diesem Jahr hat die SPÖ einen Antrag der Wiener ÖVP, die beschäftigungspolitischen Projekte des WAFF einer näheren Effizienz-Untersuchung zu unterziehen, ohne jede Begründung abgelehnt. Auch im WAFF-Kuratorium selbst haben die ÖVP-Fraktion und die Wiener Wirtschaft dem Arbeitsvorhaben sowie dem Finanzplan für 2004 nicht zugestimmt.

Arbeitslosigkeit verringern, nicht verwalten!

Der WAFF, aber auch das Wiener AMS, täten zudem gut daran, bei der Vermittlung von Arbeitsuchenden auch auf die Erfahrung aus der Privatwirtschaft zurückzugreifen. "Insbesondere Manager der mittleren Ebene, die unter Umständen selbst zuvor ihren Arbeitsplatz verloren haben, wären in diesem Zusammenhang eine ideale Verstärkung", ist der Wiener ÖAAB-Landesobmann überzeugt. "Ihre Motivation und ihr Know-How hinsichtlich der Erfordernisse des Arbeitsmarktes könnten sicher entscheidend dazu beitragen, Arbeitssuchende rascher zu vermitteln und die richtigen Fortbildungsmöglichkeiten vorzuschlagen."

Rückfragen & Kontakt:

ÖAAB-Landesgruppe Wien
Tel.: (01) 40143/230
www.oeaab.at/wien

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR0001