ASFINAG: Countdown für die Lkw-Maut läuft nach Plan

Wien (OTS) - In 2 Tagen startet das System der fahrleistungsabhängigen Maut für alle Fahrzeuge über 3,5 t höchst zulässigem Gesamtgewicht auf den österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen. ASFINAG: "Die Vorbereitung durch EUROPPASS laufe nach Plan."

Zur Erfassung mautpflichtiger Fahrzeuge wurden im ASFINAG-Straßennetz mit etwa 4.000 Richtungs-Kilometer mehr als 800 Mautportale installiert, die mit der Onboard-Unit im Fahrzeug - der "GO-Box" -kommunizieren. Auf diese Weise werden täglich rund 1,8 Mio. vollelektronische Transaktionen zur Mautverrechnung durchgeführt. Die GO-Boxen konnten bis Ende November vorbestellt werden; seit Anfang Dezember sind sie ausschließlich an den mehr als 200 Vertriebsstellen im Inland und im benachbarten Ausland erhältlich.
Die Mauthöhe ist gestaffelt. Für die Kategorie 2 (2 Achsen) wurde der Mautsatz mit 0,13 EUR/km festgelegt, für die Kategorie 3 (3 Achsen) mit 0,182 EUR/km und für die Kategorie 4 (4 und mehr Achsen) mit 0,273 EUR/km, jeweils exklusive MwSt. Der Durchschnittssatz liegt bei 0,22 EUR. Durch die Einführung der vollelektronischen Bemautung werden die Vignette und die Straßenbenützungsabgabe ersetzt.
Die Kontrolle der Einhaltung der neuen Maut für LKW und Busse erfolgt einerseits durch 100 Mautkotrollportale, andererseits werden 100 mobile Mautaufseher der ASFINAG, die mit eigens gekennzeichneten Fahrzeugen unterwegs sind, Kontrollen sowohl im fließenden als auch im ruhenden Verkehr an den Autobahnen und Schnellstraßen durchführen. Fahrzeuglenkern, die keine Maut bezahlt oder eine falsche Achsenanzahl eingestellt haben, wird zunächst die Möglichkeit zum Bezahlen einer Ersatzmaut geboten. Wenn sie dies ablehnen, wird gegen die "Mautpreller" ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet.
Die mit dem Einführung der fahrleistungsabhängigen Maut verbundene Wertschöpfung ist zu über 90 % in Österreich verblieben. Alle Aufgaben von den Erdarbeiten, dem Stahlbau und der Verlegung von Daten- und Energieleitungen über die Herstellung und Montage der Mauttechnik bis zur Entwicklung der erforderlichen Softwarelösungen, dem Betrieb des Call Centers und der Vertriebslogistik für mehr als 400.000 GO-Boxen wurden durch den österreichischen LKW-Maut Betreiber EUROPPASS, einer Unternehmenstochter der italienischen Autostrade S.p.a. heimischen Unternehmen übertragen.
Die Erlöse aus der Lkw-Maut von ca. EUR 600 Mio. werden ausschließlich für den Bau, die Erhaltung und den Betrieb der österreichischen Autobahnen und Schnellstraßen verwendet. Im Jahr 2004 wird die ASFINAG 36 km neue Autobahnen und Schnellstraßen eröffnen und das Programm zur Generalsanierung, zum Ausbau bestehender Autobahnen und Schnellstraßen und das Lückenschlussprogramm fortsetzen. (Ende)

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