IT- und Beratungsbranche: Haben 2003 viel erreicht, viel ist aber noch zu tun

Im 4. Quartal auch in Österreich wieder verstärkte Nachfrage bemerkbar - Bock: "Branche hat Herausforderungen des zu Ende gehenden Jahres hervorragend bewältigt" - Große Nachfrage nach Service-Angeboten des WKÖ-Fachverbandes UBIT

Wien (PWK908) - Das abgelaufene Jahr 2003 brachte für die 37.000 Unternehmen der heimischen IT- und Beratungsbranche besondere Herausforderungen. "Die haben sie aber hervorragend bewältigt", so Friedrich Bock, der Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie in der Wirtschaftskammer Österreich. Die wirtschaftliche Situation, die sich seit 2001 in sichtbarer Zurückhaltung der Kunden bei Investitionen in Beratung, Weiterbildung und Informationstechnologie weltweit zeigt, konnte im allgemeinen durch Spezialisierung, Qualitätsverbesserung des Angebotes, verstärkte Kundenorientierung und durch das Erschließen neuer Märkte kompensiert werden. Seit dem 4.Quartal 2003 ist aber auch bei österreichischen Kunden wieder eine verstärkte Nachfrage zu bemerken.

Besonders stolz ist Bock auf die Mitarbeit des Fachverbandes Unternehmensberatung und Informationstechnologie, kurz UBIT, beim E-Government-Gesetz sowie die Verwirklichung einiger weiterer von der Interessenvertretung jahrelang geforderter Rahmenbedingungen durch Regierung und Gesetzgeber. Und: "Die Erfolge von Angeboten des Fachverbandes im Jahr 2003 sind daran zu erkennen, dass sie vom Markt sehr gut angenommen wurden und werden. Herausragende Beispiele sind die Einführung des ‚Akademischen Unternehmensberaters‘, die beeindruckende Resonanz des österreichischen IT- und Beratungspreises CONSTANTINUS sowie der überwältigende Zuspruch zu den vom Fachverband eingerichteten Expertengruppen wie beispielsweise jene zu den Themenkreisen Basel II, E-Business, Open Source, Betriebsübergabe etc.".

Für das Jahr 2004 kündigt Bock eine Verstärkung der Aktivitäten des Fachverbandes insbesondere im Zusammenhang mit der bevorstehenden EU-Erweiterung an. "Es ist weitgehend unbekannt, dass unsere Unternehmen einen hohen Anteil ihres Umsatzes durch Exportleistungen erbringen. Dieser Dienstleistungsexport muss im Rahmen der von der Bundesregierung angekündigten Exportoffensive eine wesentlich verbesserte Unterstützung erhalten, damit die Chancen der Erweiterung voll genützt werden können. Dazu erwarten wir geeignete Maßnahmen zur Verbesserung der Attraktivität des Standortes. Mehr als 150 internationale Unternehmen der IT und Beratungsbranche haben eine regionale Zentrale in Österreich. Wir dürfen nicht nur nicht zulassen, dass diese Zentren in die Reformstaaten abwandern, wir müssen weitere Hauptquartiere nach Österreich bringen. In diesem Zusammenhang hat das Desinteresse der zuständigen Politiker und Behörden leider dazu geführt, dass die neue EU-Agentur für Netzwerksicherheit, kurz ENISA, nicht nach Österreich kommen wird, obwohl die objektiven Voraussetzungen gegeben waren und die Wirtschaft aktive Hilfe und Mitarbeit angeboten hat. Eine derartige Fehlleistung darf sich Österreich kein zweites Mal leisten".

Der Fachverband UBIT kündigt jedenfalls für 2004 an, sich intensiv um weitere, teilweise seit Jahren offene Probleme zu kümmern. Dazu gehören neben der Exportoffensive u.a. die Themen Berufsrechte und Liberalisierung der freien Berufe, Ethik in der Wirtschaft, betriebliche und überbetriebliche Weiterbildung, Urheber- und Verwertungsrechte, Sicherheit in der Informationswirtschaft und beschleunigte Implementierung von E-Government in Bund, Ländern und Gemeinden.

Am 24. März 2004 lädt der Fachverband zu einem internationalen Symposium über Zukunftsfragen der Informationsgesellschaft und Informationswirtschaft nach Linz ein. Am selben Tag werden der Öffentlichkeit auch die mit dem CONSTANTINUS ausgezeichneten Top-Projekte der österreichischen Beratungs- und IT-Branche vorgestellt. (JR)

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