Niederwieser: Wiederholen von Schulklassen bringt nichts - Gehrer zeigt einmal mehr Reformunwillen

Wien (SK) Die ablehnende Haltung von Unterrichtsministerin
Gehrer gegenüber Vorschlägen der Zukunftskommission für das österreichische Schulwesen zeige sehr deutlich den Reformunwillen der Ministerin. "Mit der Zukunftskommission hat sich Gehrer in ihrer typischen Art ein Mäntelchen umgehängt, das signalisieren soll:
schaut her wir tun eh was", so Niederwieser. Tatsächlich hinterlasse Gehrer ein "ziemliches Desaster", wenn sie dann alles, was die Zukunftskommission vorschlägt ablehnt, obwohl sie gleichzeitig lobende Wort für die Arbeit der Kommission findet. ****

Niederwieser kritisierte vor allem die heutige Ablehnung Gehrers, trotz Nichtgenügend aufsteigen zu können, scharf. "Die besten Schulsysteme in Europa kommen ohne diese negative Bewertung aus. Gehrer setzt hingegen ausschließlich auf negative Motivation. Der permanente Notendruck ist eine schwere Belastung für die meisten Schüler und trägt daher nichts zur Motivation bei", so Niederwieser. Die Ministerin solle sich die Daten anschauen, dann werde sie sehen, dass das Wiederholen von Klassen nichts bringt, sondern dass es der Abschied von der Schule für mehr als die Hälfte der Repetenten bedeutet.

Besonders im Argen liege derzeit die Erwachsenen- bzw. die Weiterbildung. In diesem Bereich habe Gehrer die Mittel binnen drei Jahren um die Hälfte gekürzt, obwohl es einen europaweiten Schwerpunkt für das lebenslange Lernen gibt. "Es gibt weit weniger Geld und gleichzeitig soll der Bereich der Erwachsenenbildung stark expandieren. Die Unterrichtsministerin verlangt das Unmögliche und schiebt dann die Schuld am Scheitern dieser nicht zu erfüllenden Vorgabe an die betroffenen Institutionen ab", schloss Niederwieser. (Schluss)

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