Steibl: Familie ist wichtigster Lebensbereich

Schwerpunkte der ÖVP-Familienpolitik im Internationalen Jahr der Familie 2004

Wien, 23. Dezember 2003 (ÖVP-PK) Für 89 Prozent der Bevölkerung sei die Familie der wichtigste Lebensbereich, sagte heute, Dienstag, ÖVP-Familiensprecherin Abg.z.NR Ridi M. Steibl und verwies damit auf das europaweit einzigartige Angebot von Familienleistungen in Österreich wie Kinderbetreuungsgeld oder Familienbeihilfe. "Im Internationalen Jahr der Familie 2004 wird mit der Erhöhung des Kinderbetreuungsgeldes für Mehrlingskinder eine weitere wichtige Familienunterstützung gegeben", so Steibl. ****

Die Schwerpunkte der ÖVP-Familienpolitik im Jahr 2004 werden sein: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Partner- und Elternbildung und Kindergerechte- bzw. kinderfreundliche Gesellschaft.

Im Bereich "Vereinbarkeit von Beruf und Familie" müsse die Wirtschaft verstärkt Verantwortung übernehmen und als "Verbündeter" der Familien gewonnen werden. Es gehe darum, gemeinsam neue Arbeitszeitmodelle und -abläufe zu erarbeiten, die sowohl den Interessen der berufstätigen Eltern als auch Unternehmensinteressen gerecht werden, erklärte die ÖVP-Familiensprecherin.

"In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, dass die Elternteilzeit in der geplanten Form umgesetzt und eingeführt wird", so Steibl. Neben dem Anspruch auf Teilzeit seien flexible Arbeitszeitmodelle, wie beispielsweise dem Zeitwertkonto, ein wichtiger Schwerpunkt.

Als zentrales Projekt werde auch der Ausbau der Kinderbetreuung, vor allem im Hinblick auf flexiblere Öffnungszeiten, gesehen. Insbesondere im ländlichen Raum gebe es noch einige Versorgungslücken. "Kindergärten sind kompetenzrechtlich Landessache. Dies erschwert die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen", sagte die ÖVP-Familiensprecherin. Wie es den Wettbewerb zum frauen- und familienfreundlichsten Betrieb gebe, solle auch das familienfreundlichste Bundesland in einem Wettbewerb prämiert werden. "Oberstes Ziel ist die Qualitätssicherung bei der Kinderbetreuung", so Steibl.

Auch die Bürgermeister als Kindergartenerhalter müssten zum Ausbau von Einrichtungen motiviert werden. "Bessere Bedingungen, vor allem bei Öffnungszeiten, schaffen zufriedene Familien. Diese sehen dann auch keinen Grund, in Ballungszentren abzuwandern. Trotzdem möchte ich betonen, dass aber nicht nur Kindergärtenplätze geschaffen, sondern auch alternative Modelle, wie beispielsweise Tagesmütter/Tagesväter, unterstützt werden müssen", erklärte Steibl.

Auch der Väterbeteiligung an der Kindererziehung und -betreuung werde im Jahr 2004 große Bedeutung zukommen. "Die Väterbeteiligung ist von 0,89 Prozent im Jahr 1997 auf 2,24 Prozent gestiegen. Damit hat sich die österreichischen Väterbeteiligung gegenüber 1997 verdreifacht, gegenüber 2001, vor Einführung des Kinderbetreuungsgeldes, bereits in einem kurzen Zeitraum verdoppelt", sagte Steibl. Dies sei auf die hohe Zuverdienstmöglichkeit und die Verlängerung des Bezugszeitraumes zurückzuführen. Da es für Kinder besonders wichtig sei, dass sie auch in Kleinkindjahren einen Vaterbezug herstellen können, wird im Jahr 2004 ein Studien- und Kampagnenschwerpunkt auf verstärkter Motivation der Väter liegen.

Ein zusätzliches Hauptaugenmerk werde auf die Familienmaßnahmen im Zuge der Steuerreform gelegt. "Wir wollen das 'Unternehmen Haushalt' durch die steuerliche Absetzbarkeit von professioneller Kinderbetreuung fördern", so die Familiensprecherin.

Aktuelle Studien zeigen, dass der Wunsch nach Partner- und Elternbildung enorm groß sei. Das bedeute, auch hier müsse bewusst daran gearbeitet werden, die Zielgruppen besser zu erreichen. "Gute Partnerbildung stärkt den Zusammenhalt in den Familien, gibt 'Mut zum Kind' und wirkt der Gewalt in den Familien entgegen", erklärte die ÖVP-Abgeordnete. Eine weitere mögliche Form der Partnerbildung seien sogenannte "peer-groups", also Bildung für gleichaltrige Jugendliche.

Mehr Lebensqualität für alle werde dann erreicht, wenn sich das Alltagsleben stärker an den Bedürfnissen der Familien orientiere. Die ÖVP als Familienpartei werde auch hier verstärkt Akzente setzen:
Neben Flexibilität bei Arbeitszeiten und Kinderbetreuung müsse eine "kindergerechte Gesellschaft" gebildet werden. "Politik auf 'Kindernasenhöhe' ist unsere Norm", so Steibl. Egal ob in klassischen Ehen, in unverheirateten Partnerschaften, Single-Haushalten oder Patchwork-Familien, "auf die Kinder kommt es an". Zu einer nachhaltigen Gesellschaft gehöre, dass in die Lebensbedingungen der Kinder investiert werde, denn "ohne Kinder hat unser Land keine Zukunft". In diesem Sinne sei der nächste Schritt die Vereinheitlichung der Jugendschutzgesetze, die in den einzelnen Bundesländern sehr unterschiedlich aussehen.

Wichtig sei in allen Bereichen, dass man die Schwerpunkte der Politik nicht immer auf die Finanzierung, sondern auf sachliche Fragestellungen konzentriere, um Eltern mit ihren Kindern tatsächliche Hilfestellungen zu geben. "Deshalb soll eine Punktation bzw. eine ÖVP-Familienagenda mit Experten erstellt werden, die sich an den tatsächlichen Bedürfnissen der Kinder, Mütter und Väter orientiert in unserem Land", so Steibl abschließend.

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