Stellungnahme TILAK zu APA0053 vom 21. Dezember 2003

Ablehnung Familienorientierte Rehabilitation für ein Kind Wien (OTS) - Die Tiroler Gebietskrankenkasse hat für ein schwerkrankes Kind den Antrag auf Familienrehabilitation abschlägig beschieden und sich dabei auf eine Stellungnahme der Ärztlichen Direktion des Landeskrankenhauses/Universitätskliniken Innsbruck (LKI) berufen. Das Mädchen leidet seit Geburt an zystischer Fibrose, zusätzlich wurde im Alter von zehn Monaten eine bösartige Geschwulst der Nebenniere (Neuroblastom Stadium IV) festgestellt. Auf Anfrage der Patientenvertretung im August gelangte nach Recherchen die Stellvertreterin des Ärztlichen Direktors am LKI zu der Ansicht, daß ein längerer Rehabilitationsaufenthalt für das Kind und eine Begleitung zu diesem Zeitpunkt aus ärztlicher Sicht nicht gerechtfertigt wäre. Nur in einem internen Schreiben an die Patientenvertretung (nicht jedoch an die Tiroler Gebietskrankenkasse) wurde dabei der eine in diesem Zusammenhang unangebrachte Formulierung gewählt, für den sich die Ärztliche Direktion in aller Form entschuldigt.

Nach weiteren Recherchen und nach einer eindeutigen Aussage seitens der Univ.-Kinderklinik befürwortete jedoch die Ärztliche Direktion im September gegenüber der Tiroler Gebietskrankenkasse aufgrund einer nunmehr günstigeren Progose für das Neuroblastom die Behandlung in einer familienorientierten Rehabilitationseinrichtung. Es wurde empfohlen, die Kosten für die Begleitpersonen über Sponsoren oder die Krebshilfe aufzubringen. Erwähnt wurde in diesem Schreiben, daß die Wiener Gebietskrankenkasse in solchen Fällen die Rehabilitation für die ganze Familie bezahle und es wurde empfohlen, für derartige Problemstellungen eine generelle Lösung zu suchen.

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