Ringler/Ankauf des Nachlasses von Gerhard Fritsch: Kontrollamt prüft auf Antrag der Grünen

Wiener Grüne sprechen beim Ankauf des Fritsch-Nachlasses durch die Stadt Wien von "problematischer Vorgangsweise"".

Wien (Grüne) - "Für mich ist die Vorgangsweise bezüglich des Ankaufs des Gerhard Fritsch-Nachlasses problematische", so die Kultursprecherin der Wiener Grünen Marie Ringler und weiter:
"Offensichtlich ist beim Ankauf einiges schief gelaufen, sonst hätte sich die SPÖ schon im Vorfeld nicht gegen eine Überprüfung der Kauf-Materie quergelegt. Gerade, wenn ein so renommierter Literaturexperte, wie Wendelin Schmidt-Dengler, Leiter des Literaturarchivs der Nationalbibliothek von einem "völlig überzogenen" Kaufpreis spricht, schrillen bei uns die Alarmglocken, wie Wien mit öffentlichen Geldern umgeht."

Daher beauftragten die Grünen das Kontrollamt, Folgendes zu prüfen:

  • Wurden beim Ankauf des Nachlass kaufmännisch korrekt vorgegangen, d.h. wurde mit dem Verkäufer über den Preis verhandelt, mit dem Ziel die öffentlichen Gelder möglichst sparsam einzusetzen?
  • Wurde der Kaufpreis vom Verkäufer zu hoch angesetzt und die Stadt-und Landesbibliothek kaufte ihn trotzdem zu diesem Preis?
  • Wie kam es zu dem Verkauf, durch welche Personen innerhalb der MA7 bzw. MA9 wurde das Geschäft angebahnt bzw. verhandelt?
  • Welche Maßnahmen schlägt das Kontrollamt vor, sollen in Zukunft bei Ankäufen dieser Größenordnung gesetzt werden um überteuerte Ankäufe zu verhindern?
  • Welche Regressmöglichkeiten bestehen für den Fall, dass der Ankauf tatsächlich zu einem überhöhten Preis getätigt wurde?

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