ASFINAG: Taumittelsprühanlagen: Mit modernen Anlagen im Kampf gegen Eis und Schnee auf Autobahnen und Schnellstraßen

Über 1.500 Mann kämpfen auf den österreichischen Autobahnen gegen Schnee und Eis, bis zu 80.000 Tonnen Salz werden jährlich auf Autobahnen gestreut

Wien (OTS) - Jedem Autofahrer, der auch im Winter sein Fahrzeug benützt, sind sie bekannt: Die Schneepflüge der Mitarbeiter des Straßendienstes. Bei besonders sensiblen Autobahnabschnitten finden aber immer häufiger ortsgebundene Anlagen Einzug in die Arbeiten des Winterdienstes.

So wurde im September dieses Jahres die "Tunnelkette Klaus" auf der A 9 Pyhrn Autobahn neu für den Verkehr freigegeben. Auf dieses Strecke wurde eine sogenannte stationäre Taumittel-Sprühanlage eingebaut. Diese intelligente Anlage wird über eine Glättemeldeanlage angesteuert. Bei einer Glättebildung wird entweder ein in der Fahrbahn eingebauter Sprühteller oder ein seitlich an den Tunnelportalen montierter Sprühkopf aktiviert. Diese verteilen gleichmäßig eine Salzlösung mit konstantem Druck auf der Fahrbahn. Damit wird bereits vor einer Glatteisbildung der Salzgehalt auf der Fahrbahn so hoch gehalten, dass Glatteis ausgeschlossen werden kann.

Das Sprühsystem hat eine Reichweite von bis zu 12 Metern, das Salz wird dabei sehr wirtschaftlich und umweltschonend verteilt. Die Standorte sind so gewählt, dass gerade potentielle Glatteispunkte angesprüht werden können. Das sind vor allem Brückenbereiche bzw. die Streckenabschnitte zwischen den Tunneln.

Derzeit wird auch die Errichtung einer solchen Anlage bei der im Bau befindlichen Südumfahrung von Wien, der S 1 Wiener Außenring Schnellstraße, geprüft.

Natürlich ist die Montage dieser Taumittelsprühanlagen aus wirtschaftlichen Gründen nur an besonderen Stellen möglich. Daher stehen den Autofahrern auch während der Weihnachtsfeiertage über 1.500 Mann, rd. 400 Straßendienstfahrzeuge zur Verfügung. Nach bestimmten Vorgaben wir das 2.000 Kilometer Autobahn- und Schnellstraßennetz schnee- und eisfrei gemacht bzw. müssen auch in diesem Zustand gehalten werden. Insgesamt sind durch die vielen Fahrspuren rd. 10.000 Fahrstreifenkilometer zu räumen.

Durchschnittlich kosten die Tätigkeiten für den Winterdienst pro Jahr rd. EUR 20 Mio., das ist rd. 15% des Gesamtaufwandes für den Betrieb des gesamten A+S Netzes. Das klimatisch aufwendige Autobahnnetz in Österreich muss an mehr als 100 Tagen pro Jahr durch Winterdienstarbeit betriebsbereit gehalten werden. Besonders zeitaufwendig ist dabei die Räumung der über 350 Anschlussstellen mit über 1.000 Auf- und Abfahrten, der rd. 300 Parkplätze und der 83 Raststationen.

Durchschnittlich werden 40.000 Tonnen Salz pro Wintersaison gestreut. Dieser Wert kann aber bei strengen Wintern auch auf 80.000 Tonnen steigen.

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Harald Dirnbacher
ASFINAG
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