Rücktritt Rantasas gefordert Gewerkschaft KMSfB und Musikergilde fordern Rücktritt des Mica-Geschäftsführers - Vertrauensbasis nachhaltig zerstört

Wien (KMSfB/ÖGB). Die beiden größten Interessenvertretungen der Musikschaffenden in Österreich fordern die Ablösung des Mica-Direktors Peter Rantasa. Rantasa habe seine Stellung als Geschäftsführer des Musikinformationszentrums (Mica) dazu missbraucht, massiv und wiederholt gegen legitime, demokratische Interessenvertretungen der Musikschaffenden Österreichs in aller Öffentlichkeit zu polemisieren, heißt es dazu in einer gemeinsamen Aussendung der beiden Organisationen.++++

Rantasa, der wiederholt mit der absurden Forderung nach einer "legitimen Interessenvertretung für Musikschaffende" auf sich aufmerksam gemacht hatte, stellte den Vorsitzenden der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (KMSfB) und der Musikergilde als Günstling dar. Skrepek habe sich "von den Christgewerkschaftern zum Vorsitzenden und von der schwarz-blauen Regierung in den ORF-Publikumsrat schieben lassen", so Rantasa. Bei der Vergabe von Fördermitteln bedächte Skrepek vor allem die von ihm gegründeten Organisationen und finanziere so deren - von ihm gesteuerten -Aktivitäten, so behauptete Rantasa, sei aber trotzdem chronisch erfolglos, wie zum Beispiel bei den Verhandlungen für eine Künstlersozialversicherung.

Das Präsidium der Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (KMSfB) und der Vorstand der Musikergilde weisen nun alle Anschüttungen und Diskreditierungen zurück. "Rantasa erscheint uns nicht länger vertrauenswürdig", erklärt Peter Paul Skrepek. "Einige seiner Aktivitäten sind offen gegen die selbstorganisierten Musikerinnen und Musiker gerichtet. Er schadet damit den in Österreich lebenden Musikschaffenden in ihrer Gesamtheit und ist für die Tätigkeit des Geschäftsführers eines Musikinformationszentrums nicht geeignet."

Ein nochmaliges Gespräch mit Peter Rantasa habe keine neuen Erkenntnisse gebracht, so Skrepek. Der Mica-Geschäftsführer habe dabei lediglich versucht, sich von seinen eigenen (!) Äußerungen zu distanzieren und vorgeschlagen, das Mica solle von den Interessenvertretungen künftig "konsultiert" werden. "Wir sind unabhängig und wollen das auch bleiben", antwortet der Vorsitzende. "Dass die Gewerkschaft hochbezahlte Unruhestifter konsultiert, kommt nicht in Frage!" (Ende)

ÖGB, 22. Dezember 2003
Nr. 1051

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