KfV: 2003 leichter Rückgang bei Verkehrstoten

Zunahme bei Unfällen auf Autobahnen, dafür weniger getötete Kinder als Fußgänger im heurigen Jahr.

Wien (OTS) - Die Prognose für die Getöteten im Straßenverkehr ergibt für das Jahr 2003 eine geringe Abnahme gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Toten auf Österreichs Straßen wird sich voraussichtlich zwischen 940 und 950 einpendeln.

Bei den Unfällen mit Personenschaden im Jahr 2003 rechnet das KfV mit einer Zunahme um rund zwei Prozent. Nach einer Stabilisierung der Unfallzahlen im Jahr 2002 wäre das eine weitere Fortsetzung des langjährigen negativen Aufwärtstrends.

Ähnlich verhält es sich bei den Verletzten, welche im Jahr 2003 voraussichtlich um rund ein Prozent zugenommen haben.

Trendwende erforderlich
Das Österreichische Verkehrssicherheitsprogramm sieht eine Reduktion der Verkehrstoten um 50 Prozent bis 2010 vor. Eine jährliche Verringerung der Getöteten ist daher dringend notwendig. Bereits im Vorjahr gab es nur eine geringfügige Reduktion (2) bei den Verkehrstoten. Die Abnahme der Anzahl der Getöteten im heurigen Jahr ist zwar erfreulich, das Ziel, einer 50-prozentigen Reduktion bis 2010, wird bei diesen geringen Rückgängen allerdings nicht erreicht werden.

Autobahnunfälle im Steigen
Unfälle auf Autobahnen steigen im Jahr 2003 voraussichtlich um rund 5,5 Prozent an. Ein weiterer Grund um Maßnahmen gegen Hochrisikolenker und Wiederholungstäter rasch einzuführen. Noch vor Weihnachten hat Verkehrsminister Gorbach einen Gesetzesentwurf, der ein Vormerksystem für Wiederholungstäter vorsieht, zur Begutachtung ausgesandt.

Weniger verunglückte Kinder als Fußgänger
Von einer positiven Entwicklung kann im Bereich der verunglückten (getötete und verletzte) Kinder, welche als Fußgänger im Ortsgebiet unterwegs sind, ausgegangen werden. Im Jahr 2003 rechnen wir mit einer Abnahme um ca. 4,2 Prozent. Weit aus trauriger ist die Prognose, dass es bis Jahresende vermutlich einen dramatischen Anstieg bei der allgemeinen Zahl der getöteten Kinder auf Österreichs Straßen geben wird.

"Trotz der Tatsache, dass wir unser Ziel mit der Reduktion der Getöteten nicht erreicht haben, wurden im Jahr 2003 doch zwei große Meilensteine im Bereich der Verkehrssicherheit umgesetzt. Die Mehrphasenfahrausbildung sowie die verpflichtende Blutabnahme für Drogenlenker sind mit Beginn des heurigen Jahres in Kraft getreten. Durch die Aussendung der Begutachtung für das Vormerksystem für Wiederholungstäter wird hoffentlich 2004 eine wichtige Maßnahmen gegen Hochrisikolenker gesetzt", so die Bilanz von Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV).

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