Der Steuerzahler muss für Haiders Fehler zahlen

SPÖ fordert Landeshauptmann Haider auf, die Geldflüsse für seine Inserate offen zu legen

Klagenfurt (SP-KTN) - Die Kärntner Sozialdemokraten fordern Landeshauptmann Jörg Haider auf, offen zu legen, wie viel Steuermittel für seine Inseratenkampagne vom Wochenende geflossen sind. "Es ist nicht einzusehen, dass die Kärntnerinnen und Kärntner für Haiders Fehler ihr hart verdientes Geld hergeben müssen", kritisierte SP-Klubobmann Adam Unterrieder die Anzeigen von Haider. Darin verteidigte Haider seine Aussagen über Diktator Saddam Hussein und den Irak. "Was damit an Schaden für Kärnten angerichtet wurde, ist auch mit Inseraten nicht wieder wett zu machen", setzt Unterrieder nach. Für ihn ist es ein Skandal, dass Haider einen sadistischen Verbrecher wie Saddam verteidigt und in einen Topf mit westlichen Politikern wirft.

Die SPÖ fordert Haider auf, folgende Frage zu beantworten:
"Herr Landeshauptmann, warum muss der Kärntner Steuerzahler soviel Geld ausgeben, damit Sie Ihre Aussagen zu Saddam Hussein in der ZIB 2 - die vom Kärntner Landtag eindeutig verurteilt wurden - in Zeitungsinseraten rechtfertigen? Die Kärntner SPÖ fordert Sie auf, offen zu legen, wer die Inserate gezahlt hat und wie viel Steuergeld dafür geflossen ist!"

Wenn Zigtausende Euro für sinnlose Inserate geflossen sind, nur um den Ruf des Landeshauptmannes wiederherzustellen, ist das ein Schlag in das Gesicht eines jeden Kärntners. "Die hart arbeitenden Menschen in unserem Land wollen nur eines: Einen Landeshauptmann, der verlässlich ist und seriöse Politik betreibt und nicht einen, der Diktatoren verteidigt", so Unterrieder. Nun, da Saddam hinter Gittern sitzt, bleibt noch ein Diktator, den Haider persönlich kennt: Muammar Gaddafi. "Aber der wendet sich lieber dem von Haider verteufelten Bush zu", so Unterrieder. Die Kärntnerinnen und Kärntner wollen keine Freunde von Diktatoren sein. Das sollte Haider endlich zur Kenntnis nehmen. (Schluss)

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