Brosz: Bildungsbereich birgt keinerlei Einsparungspotential

RH-Bilanz rechnet Einsparungen der letzten 2 Jahre nicht mit

OTS (Wien) - "Der Bildungsbereich birgt zur Zeit alles andere als ein nennenswertes Einsparungspotential", erklärt heute der Bildungssprecher der Grünen, Dieter Brosz, auf die jüngsten Aussagen von RH-Präsident Fiedler, und weiter: "Österreich liegt im OECD-Vergleich mittlerweile im Mittelfeld bei Bildungsausgaben, wobei die Einsparungen der letzten beiden Jahre hier noch nicht miteingerechnet sind."

Brosz weist beispielhaft auf ein besonderes Problemfeld im österreichischen Bildungssystem hin: "18 Prozent der Schülerinnen und Schüler beenden ihre Schulpflicht mit extremen Leseschwierigkeiten. Hier sind keine Einsparungen notwendig sondern Investitionen, wie sie in anderen Ländern Gang und Gäbe sind, etwa in Skandinavien oder in den Niederlanden. Wer den Blick aufs Gesamte richtet, sieht, dass auch aus volkswirtschaftlicher Sicht Menschen mit schweren Leseschwierigkeiten ein Riesenproblem darstellen", führt Brosz aus.

Selbstverständlich sei es die Aufgabe des Rechnungshofes, die öffentlichen Ausgaben auf ihre Effizienz hin zu überprüfen und Verteilungsmechanismen in Frage zu stellen. "Für den Bildungsbereich muss jedoch festgestellt werden, dass Einsparungen ohne Qualitätseinbußen zur Zeit nicht möglich sind. Über Umverteilungen innerhalb des Ressorts ist auf Regierungsseite jedoch längst eine seriöse Diskussion ausständig", schließt Brosz.

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