Jost: Mehr Spendernieren - mehr Hoffnung für Nierenkranke

Starken Rückgang im LKH Klagenfurt umkehren

Klagenfurt.- "Es ist erfreulich, dass der Landtag einstimmig beschlossen hat, einen starken Leistungsrückgang im LKH Klagenfurt zu beheben. Es wurde beschlossen, dass Gesundheitsreferent Dr. Peter Ambrozy alle nötigen Schritte ergreifen muss, damit das Aufkommen von Spendernieren in Kärnten wieder den hohen Standard von 1999 erreicht", erklärte heute der Kärntner FP-Landtagsabgeordnete Siegfried Jost. Denn mehr Spendernieren aus Kärnten, bedeuten gleichzeitig mehr Hoffnung für Kärntner Nierenkranke, ein neues Organ zu bekommen und damit nicht mehr abhängig von der regelmäßigen künstlichen Blutwäsche zu sein.
Ein Teil der Spendernieren werde - natürlich unter der Voraussetzung, dass die medizinischen Anforderungen erfüllt sind - nach dem Prinzip des regionalen Aufkommens zugeteilt. Je mehr Spendernieren Kärnten aufbringe, desto größere Chancen haben demnach auch Kärntner Dialysepatienten auf die von ihnen herbeigesehnte Transplantation.

Deshalb sei die Statistik des Österreichischen Bundesinstitutes für Gesundheitswesen ÖBIG für alle Kärntner Dialysepatienten wenig erfreulich. Im Jahr 2002 wurden ihr zufolge im LKH Klagenfurt nur neun Spendernieren von Hirntoten entnommen. 1999 kam das LKH Klagenfurt noch auf 21 Spendernieren, welche transplantiert werden konnten. Jost: "Die Bilanz zeigt einen steten Rückgang: 2000 waren es 19, 2001 15 und zuletzt nur 9. Während Kärnten früher in Europa eine Spitzenposition einnahm - mit im Schnitt 40 Spendernieren pro eine Million Einwohner (20 pro 500.000) zählt man zu den führenden Regionen - ist unser Land jetzt eher im unteren Bereich."

Neben dem menschlichen Aspekt sei eine Steigerung der Zahl der Spendernieren auch aus volkswirtschaftlichen Gründen wichtig. Eine erfolgreiche Transplantation erspare hohe Kosten bei der Dialyse, abgesehen davon, dass sie die Lebensqualität der Patienten ungemein erhöht, weil die Abhängigkeit von der künstlichen Blutwäsche wegfällt.
Jost weist abschließend darauf hin, dass aus fachlicher und finanzieller Hinsicht eine Steigerung möglich wäre, sodass die Hindernisse eher in der Organisation und der Motivation liegen dürften. Das LKH verfüge über hervorragende Ärzte verfügt, welche in Zusammenarbeit mit den Transplantationsteams, welche nach der Vorbereitung in den jeweiligen Krankenhäusern, die Organentnahme durchführen können. Auch finanziell gibt es seitens des Bundes Zuschüsse, die derzeit nur ungenügend abgerufen werden.

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