SPÖ-Kärnten warnt vor gesellschaftlicher Zeitbombe Armut

Schaunig: Schluss der schwarz-blauen Ausbeutung der Menschen, bevor die Armut zum Wegbegleiter der Massen wird

Klagenfurt (SP-KTN) - Zu Weihnachten sind alle in Spendenlaune, politische intensive Maßnahmen gegen Armut fehlen durch Verschulden von FPÖ und ÖVP weiter und der Mensch zählt noch immer nicht. "Wir haben in Österreich dringend Handlungsbedarf, um dem Vormarsch der Armut Einhalt zu gebieten und nachhaltig vorzubeugen. Die Belastungen der Bundesregierung machen das Gegenteil und der Blick auf die Kaufkraftstatistik in Kärnten lässt schlimmste Entwicklungen befürchten", stellt Soziallandesrätin Gabriele Schaunig-Kandut fest und warnt davor, dass viele Menschen zu Weihnachten in die Schuldenfalle tapen, weil sie zu unüberlegten Käufen verführen lassen.

Arm ist laut Statistik bereits, wer weniger als 780 Euro Haushaltseinkommen verfügt und z.B. in einer Substandardwohnung lebt. Auch wer größere Rückstände bei Zahlungen von Mieten, Betriebskosten und Krediten hat zählt als potentiell armutsgefährdet. "Die Entwicklung hin zur atypischen Erwerbstätigkeit, wie sie in Kärnten immer häufiger wird, ist eine der Straßen, die direkt in die Armut führen kann", kritisiert Schaunig und fordert ein Umdenken von FPÖ und ÖVP in der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik.

Erschreckend ist die Armutsgefährdung für die Kärntner Soziallandesrätin besonders bei Frauen. "Mehr Frauen als Männer sind armutsgefährdet, fast doppelt so viele Frauen wie Männer sind bereits arm", so Schaunig. Jedes Prozent bei Männern und Frauen ist zuviel und sollte vor allem den Wirtschaftsreferenten in Kärnten Karl Pfeifenberger und Finanzminister Grasser auf Bundesebene schlecht schlafen lassen", sagt Schaunig.

Vor allem die unfreiwillige Neue Selbstständigkeit werde für viele KärntnerInnen zur Armutsfalle. "Viele bekommen keine Anstellung und müssen als Neue Selbstständige arbeiten, sind aber mit der Situation überfordert; müssen Vorleistungen erbringen und bekommen keinen Kredit ohne Bürgen: Wenn die Forderungen der Sozialversicherung und des Finanzamts kommen, ist die Situation oft bereits aussichtslos", sagt Schaunig.

Schaunig betont, dass es ist die Aufgabe der öffentlichen Hand ist, gegen diese Entwicklung anzukämpfen und Armut vorzubeugen". Dies müsse aber vor allem über die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik erfolgen, fordert die Sozialreferentin eine Kurskorrektur der schwarz-blauen Ausbeutung der Menschen, damit 2004 ein gutes Jahr wird. (Schluss)

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