WGKK: Hanusch-Krankenhaus nur für 2,45 Prozent des Kassendefizits verantwortlich

Hanusch-Krankenhaus Kostengünstiger als andere Schwerpunktspitäler

Wien (OTS) - Das "Defizit" der WGKK aus dem Betrieb des Hanusch-Krankenhauses betrug im Jahr 2002 1,06 Mio. Euro. Der gesamte Abgang der WGKK betrug demgegenüber 43,2 Mio. Euro. Das Hanusch-Krankenhaus verursacht somit lediglich 2,45 Prozent des Abgangs der WGKK.

Das Hanusch-Krankenhaus liegt sowohl bei den Kosten für den stationären Bereich als auch bei den Kosten für den ambulanten Bereich günstiger als der Durchschnitt der Wiener Schwerpunktkrankenanstalten:

+ Kosten pro Bett: -1,8 Prozent + Kosten pro Belagstag: -4,0 Prozent + Ambulanzkosten pro Fall: -28,2 Prozent + Ambulanzkosten pro Behandlungsplatz: -3,8 Prozent

Das Hanusch-Krankenhaus kann daher als sehr gut geführtes und vergleichsweise Kostengünstiges Schwerpunktspital bezeichnet werden. Die Verbesserungsvorschläge der Rechnungshofes werden gerne angenommen und zum Teil bereits schon umgesetzt.

Die Kritik an den Gehältern der Hanusch-Ärzte im Vergleich zu den Spitalsärzten der Stadt Wien ist in der Zwischenzeit unaktuell, da die Besoldung der Ärzte des Wiener Krankenanstaltenverbundes nach Berichterstellung durch den Rechnungshof reformiert und in Richtung des Hanusch-Schemas verbessert wurde.

Besonders hervorzuheben ist die - auch vom Rechnungshof festgestellte - Tatsache, dass die Ärzte im Hanusch-Krankenhaus wesentlich weniger Möglichkeit haben Einkommen aus der Sonderklasse zu lukrieren als im Bereich der Stadt Wien. Das Hanusch-Krankenhaus als soziales Spital legt besonderen Wert darauf, dass die Top-Ärzte aus der Behandlung der "gewöhnlichen Patienten" ein angemessenes Gehalt beziehen und nicht darauf angewiesen sind, ihre Tätigkeit überwiegend auf die "Sonderklassepatienten" zu richten, um ein adäquates Einkommen zu erzielen.

Zu den parteipolitisch motivierten Anwürfen des ÖVP Landtagsabgeordneten Tschirf stellt die WGKK fest: "Herr Tschirf ist nach der Lektüre des Rechnungshofberichtes herzlich ins Hanusch-Krankenhaus eingeladen, um sich von der hervorragenden Führung dieses Hauses persönlich vor Ort ein Bild zu machen. Das von Tschirf geforderte Zusperren mehrerer Abteilungen ist im Krankenanstaltenplan der Bundesregierung nicht vorgesehen und der Bevölkerung der westlichen Bezirke Wiens sowie des niederösterreichischen Umlandes nicht zuzumuten."

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Jan Pazourek
WGKK - Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 60 122 - 2254 oder 0664 - 31 31 794
jan.pazourek@wgkk.sozvers.at
http://www.wgkk.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | WGK0016