Lebenseinkommen endlich umverteilen

Fuhrmann auch gegen Pragmatisierung für die Jugend muss der Finanzminister aber mehr tun

Wien (OTS) - Abgeordnete zum Nationalrat Silvia Fuhrmann, die Bundesobfrau der Jungen Volkspartei unterstützt die Forderung von Finanzminister Karl-Heinz Grasser die Pragmatisierung in allen Bereichen abzuschaffen, übt jedoch auch heftige Kritik. Finanzminister Grasser will nämlich laut seinem Interview in der heutigen Presse keine Mittel aufwenden, um die Einkommenskurve der Österreicher in Zukunft endlich abzuflachen. "Das ist ungerecht und schlecht für Jung und Alt," sagt Silvia Fuhrmann. Junge haben durch das Senioritätsprinzip in der Bezahlung nämlich am Anfang ihres Arbeitslebens, wenn auch Familien und Existenz gegründet werden, wenig Einkommen. Ältere verdienen gegen Ende ihres Erwerbslebens relativ zu Jüngeren viel, sodass Arbeitgeber - die öffentliche Hand eingeschlossen - verführt sind, sie in Frühpension zu schicken oder gar zu entlassen. "Gerade im öffentlichen Dienst müsste man hier mit gutem Beispiel vorangehen und das Lebenseinkommen endlich gerecht verteilen", fordert die Bundesobfrau der Jungen Volkspartei und weist auf eine Richtlinie der Europäischen Union hin, die Diskriminierung aufgrund des Alters verbiete.

"Auch der Finanzminister sollte sich an diese Richtlinie halten und endlich handeln", so Fuhrmann. Im Übrigen stehe die "Umverteilung der Lebensverdienstkurve" im Regierungsprogramm, woran sich der Finanzminister auch halten müsse. Weiters habe Abg.z.NR Silvia Fuhrmann einen Antrag im Plenum des Nationalrates mit dieser Forderung eingebracht, welche vom Parlament dann auch beschlossen wurde. Fuhrmann hoffe, sich hier auf Wirtschafts- und Arbeitsminister Bartenstein verlassen zu können, der die Umsetzung bereits zugesagt habe.

Denn der Zeitpunkt sei jetzt im Rahmen der Pensionsharmonisierung gut. "Wann wenn nicht jetzt?" fragt die Nationalratsabgeordnete. Im Rahmen der Pensionsharmonisierung, die übrigens für alle und nicht nur für unter 35-jährige gelten muss, könne man auch vom Senioritätsprinzip abgehen und ein neues, auf allen Ebenen harmonisch System, von Erwerbsleben und Pensionssicherung schaffen.

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