Tierschutz: Offener Brief der Kärntner SPÖ

Das Tierleid muss ein Ende haben!

Klagenfurt (SP-KTN) - Gestern haben Schwarz-Blau die Änderung des Tierschutzgesetzes im Kärntner Landtag beschlossen, wonach die Käfigtierhaltung bis 2007 erlaubt bleibt. Ursprünglich sollte die Käfigtierhaltung aber ab 1. Jänner 2004 verboten werden, was im Jahre 2001 auch von SPÖ, FPÖ und ÖVP gemeinsam beschlossen wurde.

Das Leid der in Käfige gepferchten Hennen muss aber ein Ende haben. Gegen diesen gestrigen Landtagsbeschluss protestiert die SPÖ aufs Schärfste mit einem offnen Brief namenltlich an NRAbg. Scheucher und LAbg. Steinkellner. Beide haben damals im Namen ihrer Parteien das Verbot der Käfigtierhaltung begrüßt ("Ende der barbarischen Käfighaltung"). FPÖ und ÖVP sind aufgefordert, das Tierleid nicht zu verlängern, sondern für eine artgerechte Haltung der Tiere Sorge zu tragen, fordert die SPÖ.

Anbei der Offene Brief der SPÖ im Wortlaut:

OFFENER BRIEF

FRAU NATIONALRÄTIN Mag. SCHEUCHER-PICHLER (ÖVP)
FRAU LANDTAGSABGEORDNETE STEINKELLNER (FPÖ)
ALLE FPÖ UND ÖVP POLITIKER KÄRNTENS!

Sehr geehrte Frau Elisabeth Scheucher-Pichler!
Sehr geehrte Frau Sigrid Steinkellner!

Vor zwei Jahren haben Sie beide im Kärntner Landtag für ein Verbot der, von Frau Steinkellner wörtlich als "barbarische" Tierhaltung bezeichneten Käfighaltung von Hühnern gestimmt. Bis heute haben Ihnen dies die Kärntner Hühner aufrichtig gedankt.

Nun haben Sie den Kärntner Hühnern und allen Tierfreunden in Kärnten ein trauriges Weihnachtsfest beschert. Die Kärntner Hühner müssen aufgrund der von ihnen betriebenen Aufhebung des Verbotes der Käfighaltung bis auf weiteres auf ein besseres und ein wenig in Freiheit verlaufendes Leben warten.

Alle diese Hühner werden keinen blauen Himmel, keine Wolken, keinen Regen, kein grünes Gras, keine Würmer und vieles mehr sehen. Diese Hühner werden weiterhin als lebende "Eierlegemaschinen" in kleinen Käfigen dahin vegetieren. Wissen Sie, was das heißt? Offensichtlich nicht!

"Wer kein Herz für Tiere hat, hat auch keines für Menschen. Nur die Kreatur Tier kann sich nicht wehren." Dies, Frau Steinkellner, waren Ihre Worte bei der Landtagssitzung am 12. Juli 2001. Wir wollen Sie beide und Ihre Parteikollegen nur daran erinnern.

Wir hoffen nur, dass Ihnen zu Weihnachten die von den traurigen Hühnern Kärntens gelegten Eier schmecken, was wir allerdings nicht so recht glauben können!

Mit traurigen Grüßen!

SPÖ-LAbg. Mag. Nicole CERNIC
SPÖ-LAbg. Dr. Peter KAISER
im Namen aller Tierfreunde Kärntens

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