Telekom Austria zieht Angebot zum Wiederverkauf des monatlichen Grundentgeltes zurück

Wien (OTS) - Österreichische Regulierung will weiterhin Wiederverkäufer unterstützen - Betreiber mit eigener Netzinfrastruktur droht der Verlust der Geschäftsgrundlage -Investition in moderne IKT-Infrastruktur sichert Arbeitsplätze und den Wirtschaftsstandort - Behörde genehmigt Telekom Austria keine neuen attraktiven Endkundentarife, daher zieht Telekom Austria das Angebot zum Wiederverkauf des monatlichen Grundentgeltes auch im Interesse der Eigentümer zurück - Höchstgerichte sollen über die regulatorischen Eingriffe entscheiden

Telekom Austria sieht sich gezwungen das Angebot über den Wiederverkauf des monatlichen Grundentgeltes zurückzuziehen. Alternative Betreiber forderten unter Einschaltung der Regulierungsbehörde die Möglichkeit den Kunden neben den Gesprächsentgelten auch das monatliche Grundentgelt verrechen zu können. Für Telekom Austria erwachsen durch diese Umstellung einmalige Investitionen in der Höhe von bis zu 30 Mio. Euro und ein jährlicher Umsatzentgang von mehr als 15 Mio. Euro. Diese Art der Regulierung führt immer mehr dazu, dass die Netzkosten nicht mehr erwirtschaftet werden und dringende weitere Investitionen nicht getätigt werden können.

Obwohl alternative Betreiber in Österreich die Möglichkeit haben jede Leitung der Telekom Austria zu entbündeln und für sich zu nützen, wollen alle Mitbewerber die für sie bequemere Art des Wiederverkaufs nützen. Dabei bleiben Investitionen und Innovationen auf der Strecke. "Denn wo liegt die Innovation, wenn ein Service der Telekom Austria mit einem nicht kostendeckenden Preis wieder verkauft wird? So findet kein Infrastrukturwettbewerb statt und es werden keine neuen Arbeitsplätze geschaffen", zeigt Telekom Austria Vorstand Fischer kein Verständnis für die Forderungen der ANBs.

Unter der Aufforderung durch die Regulierungsbehörde war Telekom Austria gezwungen trotz der wirtschaftlich negativen Auswirkungen ein Angebot zum Wiederverkauf des monatlichen Grundentgeltes vorzulegen. Dieses Angebot wurde daraufhin vom Regulator als das in Europa günstigste Angebot für alternative Betreiber veröffentlicht. Gleichzeitig wurden der Telekom Austria aber neue attraktive Telefontarife für Endkunden verweigert. Diese Tarife wären für Telekom Austria aber Vorraussetzung gewesen, trotz Wiederverkauf des monatlichen Grundentgeltes durch alternative Betreiber wettbewerbsfähig zu sein.

Die Weigerung der Behörde Telekom Austria im Wettbewerb eine Chance zu geben, veranlasst Telekom Austria das Angebot des

Wiederverkaufs zurückzuziehen. Die Höchstgerichte sollen in Zukunft entscheiden, in wie weit es verfassungsrechtlich zulässig ist in Eigentumsrechte eines Unternehmens so einzugreifen. Nach dem es in Österreich bewiesener Maßen mehr Telekomwettbewerb als in allen anderen EU Ländern gibt, ist es unverständlich warum die Behörde weiterhin die Regulierung eines Unternehmens als Ziel hat und nicht den Infrastrukturwettbewerb fördert.

Rudolf Fischer resümiert: "Neue attraktivere Tarife für unsere Kunden und die Einführung des Wiederverkaufs sind als Ganzes zu sehen. Ich kann als Vorstand - auch im Interesse der Eigentümer -nicht verantworten ein Wiederverkaufsangebot vorzulegen und gleichzeitig keine wettbewerbsfähigen Tarife genehmigt zu bekommen."

Telekom Austria beabsichtigt in den nächsten Jahren einige hundert Millionen Euro in die Modernisierung des Netzes zu investieren. "Mit dieser investitionsfeindlichen Regulierung werden wir nicht in der Lage sein ein Next Generation Network zu bauen. Österreich wird als Technologiestandort noch weiter zurückfallen", so Fischer.
Telekom Austria fordert die Behörde eindringlich auf den Infrastrukturwettbewerb zu fördern. Unternehmen, die bereit sind zu entbündeln und eine eigene Infrastruktur zu schaffen, liefern einen wesentlichen Beitrag zum gesamten Wachstum der Wirtschaft.

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