Ein Vertrag mit Widerhall

EU-Kommission und Rotes Kreuz unterzeichnen Rahmenvertrag für internationale Hilfsprojekte

Wien/Brüssel (Rotes Kreuz) - ECHO, das Büro für humanitäre Hilfe der EU-Kommission und die Rotkreuz-Bewegung haben am 18. Dezember in Brüssel einen Rahmenvertrag über humanitäre Hilfe unterschrieben. Das Partnerschafts-Abkommen regelt die Modalitäten der Zusammenarbeit zwischen den Rotkreuz-Gesellschaften und ECHO. Im Vertrag sind auch die Kriterien für eine Finanzierung von Hilfsprojekten durch ECHO festgehalten.

"In einem Klima, in dem das Humanitäre Völkerrecht zunehmend missachtet wird, ist es wichtiger denn je, dass die Europäische Kommission zeigt, dass sie die Prinzipien und Grundwerte der Rotkreuz-Bewegung teilt", sagte der zuständige EU-Kommissar Poul Nielson bei der Unterzeichnung.

Die EU-Kommission gab im Jahr 2002 weltweit rund 537,8 Millionen Euro für die Opfer von Krisen und Katastrophen aus. Das Geld wird über ECHO an Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz für konkrete Projekte vergeben. "Mit diesem Vertrag und dem Budget nimmt die EU die Verantwortung wahr, die reiche Länder gegenüber den bedürftigen Menschen überall auf der Welt haben", sagt Vize-Generalsekretär Werner Kerschbaum, der den Vertrag für das Österreichische Rote Kreuz unterzeichnete.

Die durch den Vertrag erneuerte Partnerschaft zielt auch auf eine verbesserte Qualität der internationalen Hilfe ab. Die EU-Gelder für humanitäre Hilfe sollen transparenter vergeben und effektiver eingesetzt werden.

Unterschrieben wurde der Vertrag von den beiden internationalen Rotkreuz-Organisationen, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und der Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften, sowie von den 15 europäischen Rotkreuz-Gesellschaften und dem Norwegischen Roten Kreuz.

Erst vor kurzem hat ECHO zehn Millionen Euro für ein weltweites Hilfsprogramm des IKRK bewilligt, das dem Schutz von Opfern in bewaffneten Konflikten, der Hilfe für getrennte Familien und für Zivilisten und Kriegsgefangene gewidmet ist. Insgesamt hat die EU-Kommission die Operationen des Internationalen Roten Kreuzes im Jahr 2003 mit 47,6 Millionen Euro unterstützt.

Seit 1996 hat das IKRK in Summe 230 Millionen Euro aus den ECHO-Töpfen erhalten. Die Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hat für die weltweite Katastrophenhilfe und Entwicklungszusammenarbeit 375 Millionen Euro bekommen.

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