- 18.12.2003, 13:12:28
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Prets/Scheele: EU-Parlament fordert strenge Koexistenz-Regeln
Wien (SK) "Das Europaparlament in Strassburg hat heute zur Frage der
Koexistenz von konventioneller und Gentechnik-Landwirtschaft klar
Stellung bezogen. Denn wichtige Anträge des Initiativberichts zu
diesem Thema wurden mehrheitlich angenommen." So lautet die erste
Reaktion von Christa Prets, SPÖ-Europaabgeordnete und Mitglied des
federführenden Landwirtschaftsausschusses, zum heutigen
Abstimmungsergebnis. Auch SPÖ-EU-Mandatarin Karin Scheele zeigt sich
als Gentechnik-Expertin zufrieden, dass sich die Mehrheit der
Abgeordneten für strenge und klare Koexistenz-Regeln ausgesprochen
hat. ****
In dem heute abgestimmten Initiativbericht über die "Koexistenz
zwischen gentechnisch veränderte Kulturpflanzen und konventionellen
und ökologischen Kulturpflanzen" sind unter anderem strenge
Grenzwert-Vorschriften für die gentechnische Verunreinigung von
Saatgut vorgesehen. Scheele dazu: "Es ist erfreulich, dass dieser
Wert jetzt mit der Nachweisbarkeitsgrenze fest gelegt wurde. Damit
orientiert sich das EU-Parlament an jener gesetzlichen Regelung, die
auch in Österreich gilt. Wir haben somit ein klares politisches
Signal an die EU-Kommission geschickt, endlich eine europaweit
verbindliche Regelung zu erlassen, die sich am niedrigsten technisch
möglichen Wert orientiert."
Einen großen Fortschritt nennt Prets darüber hinaus die Tatsache,
dass die Mehrheit der Abgeordneten dafür eingetreten ist, dass die
Mitgliedstaaten zur Gewährleistung der Koexistenz den Anbau von
gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in geografisch begrenzten
Gebieten gänzlich untersagen können. "Diese Möglichkeit ist für ein
sinnvolles Nebeneinander von konventioneller und Gen-Landwirtschaft
von entscheidender Bedeutung", so Prets. Auch das Verursacherprinzip
wurde im Initiativbericht bestätigt. (Schluss) ns/mp
Rückfragehinweis: Roland Graffius, Pressesprecher der SPÖ-Delegation
im EP, Tel.: 0032 - 475 - 606634
OTS0149 2003-12-18/13:12
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