GdG: Einsparungen im Gesundheitswesen oder bei Kinderbetreuung?

Hundstorfer: "Wer 30.000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen will, gefährdet die optimale Versorgung der Bürger"

Wien (GdG/ÖGB). 30.000 Beamtenposten in Bund, Ländern und Gemeinden will der Leiter des Staatsschuldenausschusses, Prof. Helmut Frisch, streichen. Dazu der Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten, Rudolf Hundstorfer: "Dann soll Herr Frisch auch klar sagen, welche Dienstleistungen die Gemeinden den BürgerInnen nicht mehr bieten sollen! Fangen wir bei der Krankenpflege an oder streichen wir zuerst bei der Kinderbetreuung?"++++

Immerhin seien lediglich 14 Prozent der Gemeindebediensteten in der "klassischen" Verwaltung tätig, betonte Hundstorfer. Der überwiegende Anteil arbeite im Dienstleistungsbereich - vom Kindergarten bis zu Feuerwehr und Krankenpflege, von der Altenbetreuung bis zu Energieversorgung, Rettung und Müllabfuhr.

"Gleichzeitig hat der Bund zusätzliche Aufgaben wie zum Beispiel Meldewesen, Pass- und Fundwesen an die Kommunen delegiert. In so einer Situation, die mit einem beträchtlichen Mehraufwand verbunden ist, Personalabbau zu predigen, ist geradezu grotesk", stellte Hundstorfer klar. Offensichtlich wollten die Regierungsparteien auf Kosten der optimalen Versorgung der Bürgerinnen und Bürger Steuerzuckerl verteilen.

Die Folge der von Frisch geforderten Kaputtsparerei wären weniger Gemeindebedienstete und schlechterer Service für die BürgerInnen bei steigenden Kosten. "Das Motto kann nur lauten: Nicht weniger Staat, sondern besserer Staat", schloss Hundstorfer.

ÖGB, 17. Dezember 2003
Nr. 1037

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