Fuhrmann: Harmonisierung soll für alle Menschen gelten

Die Jungen müssen Hauptansprechpartner bei der Harmonisierung sein!

Wien (OTS) - "Die Verzögerung der Harmonisierung der Pensionssysteme ist notwendig, denn es muss das Ziel sein, dass alle Interessensgruppen in den Entscheidungsprozess miteinbezogen werden um eine gemeinsame Lösung zu finden", sagte heute, Mittwoch, Abg.z.NR Silvia Fuhrmann, Bundesobfrau der Jungen ÖVP. "Ich fordere die verstärkte Einbeziehung der Jungen, da die Harmonisierung junge Menschen am meisten betreffen wird", so Fuhrmann weiter.

Die Junge ÖVP steht zur Harmonisierung der Pensionssysteme und begrüßt auch die Einführung des Pensionskontos, weil Transparenz notwendig ist. "Die Harmonisierung soll allerdings für alle Menschen gelten und nicht, wie zuletzt vorgesehen, nur für alle unter 35jährigen", betonte Abg.z.NR Silvia Fuhrmann. Der Pensionsexperte Bernd Marin sagte heute ebenfalls in der "Kleinen Zeitung", dass es keinen Grund gebe, die Harmonisierung nur für die unter 35jährigen wirksam werden zu lassen. Marin spricht sich klar für eine Stichtagsregelung aus.

Die Umverteilung der Lebensverdienstsumme mit höheren Einstiegsgehältern und einer abgeflachten Einkommenskurve bei einer gleichbleibenden Lebensverdienstsumme sollten die Gespräche ebenfalls beschäftigen. "Es ist von besonderer Wichtigkeit, dass junge Arbeitnehmer dann das Geld verdienen können, wann sie es auch tatsächlich brauchen," so Fuhrmann, die insbesonders die hohen Ausgaben für die Familien- und Hausstandsgründung anführt, aber auch die hohen Kosten für die Finanzierung der dritten Pensionssäule. Des weiteren muss eine Rücksichtnahme auf moderne Dienstverhältnisse wie z.B. Werkverträge und freie Dienstverträge bei der Pensionsharmonisierung diskutiert werden, genauso wie die Verfahrensweise nach der Aufhebung des 10 Prozent Verlustdeckels im Jahr 2028. "Nach dem Auslaufen des 10-Prozent-Deckels muss es weiterhin zu einer entsprechenden Berücksichtigung von Teilzeitarbeit sowie von Kindererziehungs- und Karenzzeiten kommen," so Fuhrmann.

Für das Pensionssystem ist es wichtig, dass die Menschen länger im Erwerbsleben bleiben. Deshalb unterstützt die Junge ÖVP auch die Maßnahmen für ältere Arbeitnehmer. Fuhrmann fordert: "Die Arbeitsmarktpolitik für die ältere Generation darf aber keinesfalls zu Lasten der Jungen gehen und speziell gegen die Jugendarbeitslosigkeit müssen Maßnahmen ergriffen werden."

Im Besonderen muss für Frauen an der Zuverdienstgrenze gearbeitet werden. Die Bundesobfrau der Jungen ÖVP weiter: "Jene reicht nämlich für eine Frau in einer Führungs- und Managementfunktion nicht aus, um etwa 20 Stunden arbeiten zu können." Die Junge ÖVP kann sich auch vorstellen, dass das Pensionsantrittsalter für Frauen schon früher angepasst wird. "Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die Lohnunterschiede und Aufstiegschancen für Frauen stellen wirkliche Herausforderungen dar", so Fuhrmann abschließend.

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