GPA StudentInnen: Weg mit dem Organisationsplan an der Uni Wien

Aktion gegen das absolutistische Gehabe Rektor Wincklers

Wien (GPA/ÖGB). "Wir fordern Rektor Winckler auf, den Entwurf zum Organisationsplan an der Universität Wien zurückzunehmen und gemeinsam mit allen universitären Gruppen Neuverhandlungen zu starten", stellt sich Konstantin Wacker, Vorsitzender der GPA StudentInnen, gegen den Rektor der Universität Wien. "Mit diesem Organisationsplan fällt die Universität in eine absolutistische Zeit, die sogar noch vor der Ordinarienuniversität anzusiedeln ist, zurück."++++

Die GPA StudentInnen bekämpfen mit ihrer heute durch einen Aktionstag gestarteten Informationsoffensive die autoritären und absolutistischen Wünsche des Rektorats. "Wenn Rektor Winckler glaubt, die Universität Wien und ihre rund 70.000 Studierenden wie Sonnenkönig Ludwig XIV regieren zu können, empfehlen wir ihm, eine Theaterlaufbahn als Schauspieler einzuschlagen", so Wacker.

Mit dem geplanten Organisationsplan der Universität Wien werden, wie im Universitätsgesetz 2002 beschlossen, sämtliche Mitbestimmungsmöglichkeiten der Studierenden und AssistentInnen abgeschafft. Einzig und allein im Senat gibt es noch vereinzelte VertreterInnen dieser Kurien. Allerdings sind Studierende und AssistentInnen mit einer absoluten Mehrheit der ProfessorInnen konfrontiert.

Der Rektor bekommt durch den Organisationsplan die absolute Macht an der Universität Wien. Anstatt der Institute und bisherigen Fakultäten soll es in Zukunft nur noch 18 Fakultäten und keine Institute mehr geben. Der Vorsitzende jeder Fakultät - der durch den Rektor ernannt wird - bestimmt allein über die gesamte Organisation "seiner" Fakultät. Die Interessen der einzelnen Studienrichtungen werden nicht mehr vertreten. Eine Auflösung nicht gewinnbringender Studienrichtungen ist mittelfristig zu erwarten.

"Unsere heutige Aktion ist der Auftakt zu einer Folge von Informations- und Protestveranstaltungen gegen diesen Organisationsplan", so der Vorsitzende der GPA StudentInnen. "Wir laden alle Studierenden ein, gemeinsam mit uns gegen diese reaktionäre Rückentwicklung der Universität Wien anzukämpfen. Als GewerkschafterInnen sind wir der festen Überzeugung, dass die österreichischen Universitäten Teil eines demokratischen Systems sind und deshalb auch so verwaltet werden müssen", schließt Wacker.

ÖGB, 17. Dezember 2003
Nr. 1036

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