Morak: Roland Teichmann wird neuer ÖFI-Direktor

Vertreter des Verbands der Filmregisseure und des Dachverbands der Filmschaffenden werden ins ÖFI-Kuratorium kooptiert

Wien (OTS) - Staatssekretär Franz Morak gab heute, Mittwoch, die Nachfolge von Mag. Gerhard Schedl als Direktor des Österreichischen Filminstituts bekannt. "Mit Roland Teichmann treten wir einen Generationensprung in der Führung des ÖFI an. Teichmann hat durch seine bisherige Tätigkeit u.a. als Geschäftsführer im Fachverband der Audiovisions- und Filmindustrie Wissen und Erfahrung in der Filmbranche gesammelt", so der Staatssekretär bei der Pressekonferenz gemeinsam mit dem designierten und noch im Amt befindlichen Direktor.

Gemäß Filmfördergesetz wurde die Funktion des Direktors des ÖFI ausgeschrieben. Der Vertrag des amtierenden Direktors Mag. Gerhard Schedl läuft bis 30. Juni 2004, die Funktionsperiode dauert bis 30. April 2004. Insgesamt sind 9 Bewerbungen eingetroffen, wovon eine nicht fristgerecht eingelangt war und zwei Kandidatinnen ihre Bewerbung zurückgezogen haben. Am Montag, den 15. Dezember hat das ÖFI-Kuratorium ein Hearing mit fünf Kandidaten durchgeführt. Die Empfehlung des Kuratoriums lautete auf Mag. Roland Teichmann.

Morak hat die Empfehlung des Kuratoriums auch mit Vertretern der Filmschaffenden - für den Produzentenverband Wulf Flemming, für den Verband der Filmregisseure Virgil Widrich und für den Dachverband der Filmschaffenden Kurt Mayer - in einem "sehr konstruktiven und amikalen" Gespräch diskutiert. Alle drei Vertreter haben sich "sehr positiv zu diesem Vorschlag geäußert", so Morak.

Abschließend dankte der Staatssekretär Mag. Gerhard Schedl "für seinen jahrzehntelangen Einsatz für die österreichische Filmwirtschaft. Sein Know-How ist besonders wertvoll, darauf sollte man auch in Zukunft nicht verzichten", betonte der Staatssekretär.

Im Zusammenhang mit dem Kuratorium des ÖFI gab Morak auch bekannt, dass bis zur Neubestellung des Kuratoriums im Mai 2004 die Vorsitzenden des Verbands der Filmregisseure und des Dachverbands der Filmschaffenden in das ÖFI- Kuratorium kooptiert werden. Damit, so Morak, werde einem bestehenden Wunsch nach Mitsprache Rechnung getragen.

Diagonale 2004 wird ausgesetzt - für 2005 wird gemeinsamer Vorschlag der Vertreter der Filmschaffenden erarbeitet

Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz gab Staatssekretär Morak auch bekannt, dass die Diagonale 2004 ausgesetzt wird. Morak hatte die Diagonale-Leitung gebeten, eine Lösung zu suchen und selbst Gespräche mit den Filmschaffenden geführt. "Da bis dato war keine Einigung möglich war hat mir die Leitung der Diagonale erklärt, dass eine Durchführung der Diagonale im geplanten Konzept unter diesen Rahmenbedingungen aus ihrer Sicht wenig Sinn ergibt, da dies nur zu einer weiteren Erhärtung der Fronten führen würde. Unter diesem Aspekt hat mir die Leitung der Diagonale vorgeschlagen, das Festival auszusetzen", so Morak.

"Gespräche mit dem Dachverband haben mich in der Haltung bestärkt, dem Vorschlag der Intendanz, die Diagonale 2004 auszusetzen, zuzustimmen, da derzeit ein konstruktiver Neustart der Gespräche nicht machbar ist und dies zu einer weiteren Polarisierung der Filmszene führen würde. Ich war aber immer an einer Gesamtschau des österreichischen Films interessiert", so Morak zur Entscheidung, die Diagonale 2004 auszusetzen.

"Um dem Ziel einer Gesamtdarstellung des österreichischen Film im europäischen Kontext gerecht zu werden", ersuchte Morak gestern Abend die Vertreter des Dachverbands, des Produzentenverbands und des Verbands der Filmregisseure für die Diagonale 2005 einen Vorschlag zu erarbeiten. Es sei wesentlich, dass die gesamte österreichische Filmlandschaft bei der Diagonale vertreten ist. "Es gibt auf beiden Seiten einen good will, gehen wir einen Schritt aufeinander zu, im Sinne des österreichischen Filmschaffens", so Morak abschließend.

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