„Herbergsuche 03“: Diakonie unterstützt Mahnwache von SOS Mitmensch für obdachlose Flüchtlinge vor dem Innenministerium

Wien, 17. Dezember 2003 (epd Ö) Die Diakonie hat sich heute der Mahnwache für obdachlose Flüchtlinge angeschlossen, die seit Montag von SOS Mitmensch vor dem Innenministerium abgehalten wird. „Mit dieser Mahnwache soll die Einlösung des Versprechens von Innenminister Ernst Strasser eingefordert werden, es werde diesen Winter kein Flüchtling auf der Straße stehen“, heißt es dazu in einer Aussendung der Diakonie.

Mit der Mahnwache wollen die Hilfsorganisationen auf die Notlage jener Flüchtlinge hinweisen, die seit 1. Dezember aus der Bundesbetreuung des Innenministeriums entlassen und damit obdachlos geworden sind.

„Nachdem trotz der am vergangenen Freitag von Innenminister Ernst Strasser angekündigten Regelung, während des Winters 1.800 Flüchtlinge in Traiskirchen unterzubringen, sich keine greifbare Lösung des Problems abzeichnet und auch in dieser Woche wieder zahlreiche AsylwerberInnen aus der Bundesbetreuung entlassen worden sind, haben wir uns entschlossen, die Mahnwache zu unterstützen“, so Diakonie-Chef Michael Chalupka, der heute Abend an der Mahnwache teilnehmen wird. Um 18.00 Uhr werden vor dem Innenministerium in der Herrengasse im 1. Wiener Gemeindebezirk die Namen und damit die Schicksale der derzeit rund 250 betroffenen Flüchtlinge verlesen. Ziel der Mahnwache ist es, eine tragbare Lösung für die Unterbringung der Flüchtlinge zu finden.

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