JAKOB AUER: SCHWEINEBAUERN SIND IN IHRER EXISTENZ BEDROHT!

ÖVP-Abgeordneter fordert faire Preise statt Preisdiktat

Wien, 17. Dezember 2003 (ÖVP-PK) Lediglich einen Euro erhält ein Bauer für ein Kilogramm Schweinefleisch. Die Schweinebauern stehen aufgrund des großen Preisdrucks kurz vor dem Ruin. "Das Preisdiktat der Handelsketten, Fleischhauer und Schlachthöfe muss ein Ende haben", sprach sich heute, Mittwoch, ÖVP-Abg. Jakob Auer für faire Marktpreise bei Schweinefleisch aus. Preise wie vor 40 Jahren decken weder die Arbeits- noch die Produktionskosten der Landwirte. Aber auch die Europäische Kommission sei gefordert, mit gezielten Maßnahmen der existenziellen Bedrohung entgegen zu steuern. ****

"Die angespannte Marktsituation lässt es einfach nicht zu, dass sich unsere Bauern ständig dem Preisdiktat von Handelsketten und Schlachthöfen aussetzen müssen, die ihrerseits immer nur nach billigen Produkten schielen. Diese Preistreiberei nach unten kostet vielen Schweinebauern nicht nur ihre Existenz, sondern letztendlich allen Österreichern die gute heimische Fleischqualität", warnt Auer. Hohe Betriebsmittelpreise und immer neue Auflagen würden den österreichischen Schweinebauern schon länger heftig zusetzen, der Preisdruck aber bedroht nun endgültig ihre Existenz. "Die Stundung von Rückzahlungen für laufende Agrarinvestitionskrediten, wie von Landwirtschaftsminister Josef Pröll angekündigt, ist ein erster wichtiger Schritt zur finanziellen Unterstützung der Landwirte", hofft Auer auch auf ein Einlenken des Handels. "Die Politik hat die Zeichen der Zeit erkannt, nun ist die Wirtschaft am Zug", so der ÖVP-Abgeordnete.

Mitverursacher für das Preistief bei Schweinen ist auch der massiv gefallene Dollarkurs. Seit Oktober letzten Jahres ist dieser um rund 27 Prozent gesunken, was den traditionellen Export von Schweinefleisch in Länder außerhalb der EU fast zum Stillstand brachte. "Marktsteuernde Instrumente müssen den Export wieder ankurbeln. Die europäische Preismisere am Rücken der Schweinebauern muss ein Ende haben", appelliert Auer an die Europäische Kommission, die EU -Exporte in Drittstaaten sofort und gezielt zu stützen und die Exportverhandlungen mit Russland rasch zu einem Ende zu bringen. (Schluss)

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