Kärntens Kultur-, Förderungs- und Würdigungspreise 2003 vergeben

Kulturpreis an Helmut Wulz - LH Haider gratulierte Preisträgern: "Kärnten ist ein Kulturland mit riesigem kreativem Potential"

Klagenfurt (LPD) - Professor Helmut Wulz erhielt am Dienstag
Abend den diesjährigen Kulturpreis des Landes (für Volkskultur) aus der Hand von Kulturreferent Landeshauptmann Jörg Haider überreicht. Im Rahmen eines Festaktes in der Hypo-Alpe-Adria-Arena verlieh der Landeshauptmann weiters noch drei Würdigungspreise des Landes sowie sieben Förderungspreise. Wulz wurde von Landesschulinspektor Thomas Ogris gewürdigt dafür, dass er eine enorme Fülle an volkskulturellen Schätzen gehoben und bewahrt hat. Wulz hat sich große Verdienste erworben als Lehrer, Chorleiter, Volksbildner und Forscher. Er war jahrzehntelang als Volkskultur-Leiter im ORF aktiv. Seit 40 Jahren ist er auch Leiter des A capella-Chores Villach, der ihm zur Preisverleihung mit Liedern gratulierte.

Der Landeshauptmann gratulierte allen Preisträgern herzlich und hob ihre sie auszeichnende enorme Neugier sowie ihre Weltoffenheit und ihren Heimatbezug zu Kärnten hervor.

Die einzelnen Preisträger sind: Prof. Mag. Helmut Wulz (Kulturpreis des Landes für Volkskultur), Wolfgang Puschnig (Würdigungspreis des Landes für Musik) Univ. Prof. Dr. Lore Kutschera (Würdigungspreis des Landes für Naturwissenschaften), Architektin MMag. Sonja Gasparin (Würdigungspreis des Landes für besondere Leistungen der Architektur und Verdienste um die Baukultur), Mag. Catrin Bolt (Förderungspreis für Bildende Kunst), Alexander Kuchinka (Förderungspreis für Darstellende Kunst), Mag. Robert Wlattnig (Förderungspreis für Geisteswissenschaften). Alfred Goubran (Förderungspreis für Literatur), Thomas Modrej (Förderungspreis für Musik), Mag. Dr. Werner Petutschnig (Förderungspreis für Naturwissenschaften) und Mag. Ingrid Türk-Chlapek (Förderungspreis für Volkskultur).

Wie der Landeshauptmann betonte, freue sich auch das Land mit den Ausgezeichneten. Kärnten sei klein, habe aber ein riesiges Potential an kreativen Menschen von der Literatur über die Musik bis zur Wissenschaft, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen und auch über die Grenzen hinaus bekannt sind. In Kärnten spiele die Volkskultur eine zentrale Rolle, hier gebe es auch keine Differenzierung zwischen Volks- und Hochkultur, weil klar sei, dass das eine das andere benötige. Immer gehe es um die lebendige Weiterentwicklung von Tradition, etwa beim Kärntnerlied oder auch bei der Tracht, immer sei die Freisetzung von schöpferischen Kräften gefragt.

Kärntens Kultur repräsentiere eine große Breite, Kultur trage zum besonderen Lebensgefühl im Alltag bei und immer mehr Menschen würden Sehnsucht nach Teilhabe an der Kultur haben, so Haider. Kultur sei so etwas wie ein Sakrament für die Seele, eine Kraftquelle und diene der Sinnstiftung. Die Kulturpolitik trage dieser Breite Rechnung und bemühe sich erfolgreich, schöpferische Prozesse zu ermöglichen, erwähnte der Landeshauptmann in diesem Zusammenhang viele Beispiele wie etwa die Neukonzeption der Kärntner Landesgalerie zum zeitgenössischen Museum Moderner Kunst, die Kunstankaufsjury, den Ausbau des Musikschulwerks, die Verbreiterung der Festspielkultur, die Aufwertung der Volkskultur, etwa durch die Chorakademie, Bläserphilharmonie oder Brauchtumsmesse.

Der Kulturpreis des Landes Kärnten ist mit 14.500 Euro dotiert. Die Würdigungspreise machen jeweils 5.800 Euro und die Förderungspreise jeweils 3600 Euro aus.

Die Landeskulturpreise wurden in den letzten Jahren vom Kollegium der Kärntner Landesregierung einstimmig beschlossen. Die Vorschläge für die Preisträger werden von den jeweiligen Fachbeiräten des Kärntner Kulturgremiums unter der Leitung von Univ. Doz. Alfred Ogris erarbeitet und begründet vorgetragen. Die diesjährigen Preisträger sind auch in einer von der Kulturabteilung des Landes (Burggasse 8, 9021 Klagenfurt) herausgegebenen Broschüre ausführlich präsentiert (e-mail: post.abt5@ktn.gv.at)

Der Landeshauptmann kündigte auch die Ausstellung zur Klassischen Moderne in Kärnten unter dem Titel "Eremiten - Kosmopoliten" an, die am 15. Mai des kommenden Jahres starten wird.

An der festlichen Veranstaltung zur Preisverleihung nahmen auch LHStv. Peter Ambrozy und Landesrat Georg Wurmitzer teil. Durch das Programm führte Volker Piesczek (ORF). Dargeboten wurden Tanz- und Akrobatikeinlagen von der Tanzschule Moser-Riff. In Kurzvideos wurden die einzelnen Preisträger, die sich auch allesamt herzlich für ihre Preise bedankten, vorgestellt.
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