Aktuelle Imas-Umfrage erhärtet die Vorwürfe Efkon´s gegen Europpass und Kapsch, die sich lange Zeit aber vergeblich um einen Auftrag bei Toll Collect beworben haben

Graz (OTS) - Große Aufregung um die österreichische Lkw-Maut, die mit 1. Jänner 2004 in Kraft treten soll: Die Grazer Firma Efkon AG hat vergangenen Donnerstag bei der Grazer Staatsanwaltschaft Strafanzeige gegen den Maut-Betreiber Europpass sowie gegen die Firma Kapsch erstattet.

Der Vorwurf: "Dass die Mikrowellenproblematik hinsichtlich metallisierter Scheiben bei der Errichtung eines diskriminierungsfreien Mautsystems im Anbot an die ASFINAG nicht berücksichtigt worden war. Dieses Angebot konnte daher gar nicht stattfinden, ohne den Verdacht eines strafrechtlich relevanten Verhaltens auf sich zu ziehen."

Rudolf Kaschnik als Sprecher der Mautgesellschaft Europpass auf die Strafanzeige aus Graz: "Die Vorwürfe sind derart obskur und haltlos, dass sie bestenfalls zur Unterhaltung dienen. Der Anteil der Schwerfahrzeuge mit diesen Scheiben betrage keinesfalls zwanzig Prozent, sondern tendiere gegen Null."

Alleine diese Schutzbehauptung ist schon ein Schuldgeständnis, da Diskriminierung nicht von mehr oder wenigen Diskriminierten abhänge. "Ein einzelner Diskriminierter im System ist schon zuviel",
so Dr. Rieder, CEO der EFKON.

"Anstelle Glaubensbekenntnisse und verbale Rundumschläge zu verteilen" so Rieder weiter, "sollten von Europpass und Kapsch umgehend Fakten einer unabhängigen Expertenkommission der Öffentlichkeit vorgelegt werden, die beweisen, dass Kapsch einen alternativen diskriminierungsfreien Zugang zum Mautsystem für "alle Benützer" wie im Gesetz und der Ausschreibung verlangt, betriebsbereit für den 01.01.2004 installiert hat! Währendessen deklarieren die Betroffenen die österreichischen Fuhrparkbesitzer zu unmündigen, die nicht wissen was in ihrem Fuhrpark steht! Das renommierte Linzer Meinungsforschungsinstitut IMAS hat eine brandfrische Erhebung am 9. und 10. Dezember 2003 betreffend dieser brisanten Thematik durchgeführt.

Insgesamt wurden 25% aller Vertriebsstellen sowie 159 Speditionen und Busunternehmen telefonisch von IMAS befragt. Kapsch behauptet, dass die Anzahl der Fahrzeuge mit derartigen Scheiben gegen Null tendiere. Die Fuhrparkbesitzer, die hunderte Millionen Euro in ihre Flotten investieren, müssten es aber besser wissen! 31% der Befragten glauben zu wissen, dass sie zumindest anteilsmäßig Fahrzeuge mit Scheiben, bei denen die Mikrowellenproblematik zuschlagen könnte, in ihrem Fuhrpark haben. 13% der Befragten gaben sogar an, dass über 75% ihrer Flotte solche Scheiben hätten! Wenn da die Europpass und Kapsch-Sprecher meinen, dass der Wert 31% nahe einer Null angesiedelt wäre kann behauptet werden - um das Vokabular vergangener Entgegnungen der Europpass und Kapsch zu verwenden - dass die Verdächtigen hier wohl "blanken Schwachsinn" verbreiten, so Dr. Rieder. Lediglich 7 von 100 der befragten Mautpflichtigen gaben an, von einer Europpass Verteilerstelle darauf aufmerksam gemacht worden zu sein, dass die Go-Box nicht hinter metallisierten Scheiben funktioniere, ihnen wurde aber gleichzeitig keine technische Lösung angeboten. Weiters ist erwähnenswert, dass es bei der Bestellung via Internet keine Möglichkeit gab, zwischen einer Splitt-Box und Go-Box zu wählen.

Aus allen diesen Ergebnissen ist eindeutig ersichtlich, dass ausschließlich gezielt am Vertrieb der Go-Box gearbeitet wurde und es so angelegt war, die Fahrzeughalter mit dem Mikrowellenproblem "dumm sterben" zu lassen! 5 % der Befragten gaben an, "Schaumgummi Go Boxen" erhalten zu haben. Auffällig war, dass vor allem an Busunternehmen, bei denen die Mikrowellenproblematik stärker auftritt, verhältnismäßig mehr Schaumgummi verteilt wurde als bei den Speditionen! Dies könnte bedeuten, dass Kapsch noch an einer Prototypenlösung arbeitet, um besagtes Mikrowellenproblem bei den metallisierten Scheiben in den Griff zu bekommen.

In Anbetracht der Tatsachen wird sämtlichen Fahrzeughaltern, die metallisierte Frontscheiben besitzen, sowie allen weiteren, die es nicht genau wissen, dringend angeraten, umgehend schriftlich bei der nächsten Go-Box-Vertriebsstelle schriftlich Splitt Boxen zu bestellen bzw. Ihre Go-Boxen gegen Splitt-Boxen umzutauschen. Im Falle der Mautprellerei hätte man dann ein Beweismittel für die Unschuld zur Hand, rät der CTO der EFKON, Dr. Pammer.

Ein deutscher betroffener Busunternehmer versichert, dass er bei der ersten Anzeige wegen Mautprellerei beim EuGH gegen die Republik Österreich vorgehen und seine deutschen Kollegen ermutigen werde, seinem Beispiel zu folgen. Auch werde er sich keine Löcher in seine Fahrzeuge bohren lassen um sich Billigantennen zu montieren, die bei der nächsten Fahrzeugwäsche von den Waschbürsten runtergewaschen werden.

Anhand dieser Indizien sei eine Klagsflut beim Verfassungsgerichthof in Österreich als auch beim EuGH von den Betroffenen zu erwarten, des weiteren auch hohe Schadensersatzforderungen gegen den Betreiber Europpass. Es wäre eine politische Fehlentscheidung von den Verantwortlichen dieses System, welches keinen alternativen diskriminierungsfreien Zugang besitzt, mit 01.01.2004 in Betrieb gehen zu lassen. Man soll nicht die letzten Schlappen des Infrastrukturministeriums in der EU betreffend Transitfrage vergessen. Eine weitere Niederlage kann nicht ausgeschlossen werden

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