Posch: Warum fängt die Humanität für Strasser erst am 1. Mai an?

Strasser muss Betreuung über den Winter sichern

Wien (SK) Die Freude von Innenminister Strasser über den "humanitären Meilenstein" zur Grundversorgung von Flüchtlingen ab 1. Mai kann SPÖ-Menschenrechtssprecher Walter Posch nicht nachvollziehen: "Täglich werden hilfesuchende Menschen aus der Bundesbetreuung in die Obdachlosigkeit entlassen. Das ist eine humanitäre Niederlage für ein wohlhabendes Land wie Österreich." Posch forderte Strasser auf, umgehend die Betreuung der Asylwerber zu sichern. ****

"Worin liegt der humanitäre Meilenstein für Strasser, wenn die in einer EU-Richtlinie vorgeschriebenen Standards für die Bundesbetreuung ab 1. Mai ins österreichische Recht übernommen werden?", fragte Posch. Der SPÖ-Menschenrechtssprecher sieht in einer Versorgung der Asylwerber in Österreich eine Selbstverständlichkeit. Schließlich sei es die staatliche Verpflichtung von Innenminister Strasser, dafür zu sorgen, dass Menschen, die in Österreich Schutz und Hilfe suchen, Unterkunft, Verpflegung und medizinische Versorgung erhalten.

Wenn sich Strasser unbedingt mit überschwänglichem Lob für seinen "humanitären Meilenstein" selbst feiern wolle, sei ihm dies als Weihnachtsgeschenk gewährt, meinte Posch. Strasser solle dabei aber nicht vergessen, welches traurige Weihnachtsgeschenk er den Asylwerbern in Österreich macht, die er über Nacht auf die Straße setzt. (Schluss) se

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