Kukacka: Gespräche mit slowakischen Amtskollegen Jan Kotula in Wien über enger Kooperation der beiden Flughäfen Wien und weitere Infrastrukturprojekte im Zuge der EU-Erweiterung

Wien, 16. Dezember 2003 (OTS) Möglichkeiten und Wege einer noch engeren Kooperation der beiden Flughäfen Wien und Bratislava standen im Mittelpunkt der Gespräche bei einem Treffen zwischen Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka und seinem slowakischen Amtskollegen Jan Kotula gestern, Montag abend, in Wien. Seitens des Flughafen Wien aber auch der Austrian Airlines bestehe massives Interesse an der Beteiligung am zu privatisierenden Flughafen Bratislava. „Ziel ist es, die bestmögliche Kooperation
für optimale Synergieeffekte zwischen den beiden Flughäfen zu erzielen“, betonte Kukacka. ****

Weitere Themen des Gespräches waren die geplante A6 Nordost-Autobahn, der Plan für ein Flussbauliches Gesamtprojekt der Donau östlich von Wien und die neue Eisenbahnverbindung Wien-Wien Schwechat- Bratislava. Beide Politiker vereinbarten die Konkretisierung
der genannten Projekte in der gemeinsamen Arbeitsgruppe „österreichisch-slowakische
Korridormanagementgruppe“. Die Startveranstaltung wird Anfang 2004 in Wien stattfinden. Kukacka betonte die Wichtigkeit des raschen Baus der A6 Nordostautobahn, Spange Kittsee, da die etwa 22 km lange Autobahn einen Lückenschluss zwischen dem Grenzort Kittsee im Burgenland bis zur bestehenden A4, der Ost-Autobahn bedeute. Die Slowakei habe ihre Autobahn bis Kittsee bereits fertiggestellt, das österreichische Autobahnstück werde bis Ende 2007 eröffnet werden.

Beide Politiker bekannten sich zu einem zügigen aber umweltverträglichen Ausbau der Wasserstrasse Donau. Derzeit laufe das Vorverfahren zur Umweltverträglichkeitsprüfung für ein flussbauliches Gesamtprojekt östlich von Wien, durch einzelne Stabilisierungsmaßnahmen werde eine durchgehende Fahrwassertiefe von 2,50 m erzielt werden, erläuterte Kukacka seinem slowakischen Amtskollegen die österreichischen Pläne. Dieses wichtige Projekt soll nun beschleunigt und bis 2010 fertiggestellt werden, betonte Kukacka.

Die Schienenverbindung zwischen Wien und Bratislava sei von der EU als Quick-Start-Projekt mit 20 Prozent Förderung vorgesehen, führte Kukacka weiter aus. Es sei aber noch nicht endgültig festgelegt, welche Streckenverbindung damit vollfinanziert werden soll. Derzeit würden zwar bereits drei Schienenverbindungen zwischen Wien und Bratislava bestehen, diese seien aber nicht optimal ausgebaut und würden keine direkte Verbindung zwischen den Flughäfen herstellen. „Wir sind in Österreich sehr bemüht, einen Ausbaustand und eine Streckenführung zu wählen, die vor allem eine bessere Schienenverbindung zwischen den beiden Flughäfen sicherstellt, damit für die Menschen und die Wirtschaft in der entstehende neue große Ostregion ein dichtes Netz an verschiedenen Verkehrsträgern zur Verfügung steht. Eine endgültige Festlegung wird aber dann getroffen werden können, wenn alle Planungen vorliegen und eine Entscheidung über die Art der Kooperation zwischen den beiden Flughäfen getroffen wurde“, schloss Kukacka.

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