IT-Kollektivvertrag: Mindestgehälter steigen um durchschnittlich 1,87 Prozent

Michal: "Abschluss, mit dem wir leben können" - Zoubek lobt konstruktives Gesprächsklima und Verständnis des Verhandlungspartners für die Lage der Branche

Wien (PWK893) - Die Kollektivvertragsverhandlungen für die Beschäftigten in der österreichischen IT-Branche wurden heute, Dienstag, mit einer Anpassung der Mindestgrundgehälter für 2004 abgeschlossen. Die Verhandlungspartner - der Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (kurz UBIT) in der Wirtschaftskammer Österreich und die Gewerkschaft der Privatangestellten - haben sich auf eine Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestgehälter um mindestens 1,51 Prozent, höchstens aber 1,98 Prozent (abhängig von der jeweiligen Tätigkeit) geeinigt. Das führt aber nicht automatisch zu einer Erhöhung der Ist-Löhne, die über dem Kollektivvertrags-Niveau liegen. Paul Michal, Berufsgruppensprecher "Informationstechnologie" und Verhandlungsleiter der Arbeitgeberseite, sieht im Verhandlungsergebnis einen "Abschluss, mit dem wir leben können." Es müsse aber damit gerechnet werden, dass auch 2004 für die Mehrzahl der IT-Unternehmen nicht leicht werden wird.

Jedenfalls zukunftsweisend für die Branche ist die Einigung zur Entwicklung eines Gütesiegels für qualifizierte Ausbildungsmaßnahmen in den Betrieben. "Deshalb findet sich im Kollektivvertrag kein Passus zum Thema Ausbildungsfreistellung", so Michal.

"Es herrschte ein konstruktives Verhandlungsklima. Unser Gegenüber hat durchaus Verständnis für die ganz und gar nicht rosige Lage der Branche gezeigt", ergänzt Dieter Zoubek, Sprecher der im Fachverband UBIT vertretenen Telekommunikationsunternehmen: "Es freut uns, dass unsere Bemühungen zur Bewusstseinsbildung auf fruchtbaren Boden gefallen sind."

Der neue Kollektivvertrag mit Anpassungen u.a. bei Lehrlingsentschädigung, Rufbereitschaft und Vorrückungsstufen kann auf der Homepage des Fachverbandes mit der URL http://www.ubit.at nachgelesen werden. (JR)

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