Vladyka: Steigerung der Sozialversicherungsbeiträge für PensionistInnen unzumutbar

Nicht nur zu geringe Pensionserhöhung sondern auch höher Kosten bescheren Senioren Einkommensverluste

St. Pölten (SPI) - Pensionen bis zu einer Höhe von 667,8 Euro werden kommendes Jahr um 1,5 Prozent (also höchstens 10,017 Euro) erhöht, alle höheren Pensionen werden pauschal um 10,02 Euro erhöht. Zu der äußerst geringen Erhöhung der Pensionseinkommen kommen nun aber auch noch zahlreiche Mehrbelastungen auf die PensionistInnen zu. Allein die Krankenkassenbeiträge für PensionistInnen werden im kommenden Jahr von 3,75% auf 4,25% angehoben. Das bedeutet bei einer Pension von 800 Euro eine Steigerung des Beitrages von bisher 30 Euro auf 34 Euro. Zusätzlich wird die Rezeptgebühr um 10 Cent erhöht, die Kostenanteile für Heilbehelfe wie Brillen oder orthopädische Schuheinlagen steigen auf mindestens 23 Euro anstatt bisher 22,40 Euro, ebenso steigen die Selbstbehalte für Reha oder Kuren um 13 Cent pro Tag.****

"Es ist unglaublich, wie den PensionistInnen hier in die Tasche gegriffen wird. Wenn ein Pensionist, der sein ganzes Leben lang schwer gearbeitet hat, nun mit 800 Euro leben muss, ist eine Erhöhung um 10 Euro ohnehin schon ein Witz, kommen dann noch die Abzüge dazu, dann ist das im Endeffekt eine massive Kürzung der Pension. Eine einfache Rechnung hochgerechnet für ein Jahr, 48 Euro mehr für den Krankenkassenbeitrag, 2 Rezepte pro Monat ergibt 2,4 Euro, eine Brille und eine Schuheinlage: 1,2 Euro, 2 Wochen auf Kur: 1,82 Euro -allein die Verteuerungen in der Sozialversicherung bedeuten für diesen Menschen, der ohnehin nicht viel hat Mehrkosten von 53,42 Euro. Von dem was ihm/ihr an angeblicher Pensionserhöhung übrigbleibt, ist nicht einmal im Mindesten die Inflation abgedeckt," empört sich die Sozialsprecherin der SPÖ-NÖ LAbg. Christa Vladyka über die jüngst bekannt gewordenen Details.

"Es ist völlig in Ordnung, dass die Höchstbemessungsgrundlage für Sozialversicherungsbeiträge angehoben wird, und damit Besserverdienende mehr einzahlen müssen. Das ist eine sinnvolle Maßnahme im Sinne sozialer Gerechtigkeit - aber bei den Menschen, die am wenigsten haben, den vielen Pensionisten und Pensionistinnen, von denen so viele mit einer Mindestpension leben müssen noch in die Tasche zu greifen ist menschenverachtend, ungerecht und zynisch", so Vladyka abschließend.
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