NEWS: Geheimbericht warnt vor AKW-Terror-Supergau

Verstrahlungsalarm in Österreich: Grenznahes Atomkraftwerk "Isar 1" in Einflugschneise des Münchner Flughafens Terroristen völlig schutzlos ausgeliefert

Wien (OTS) - Für politischen Sprengstoff in Österreich sorgt jetzt eine Studie der deutschen "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" über die Terror-Anfälligkeit grenznaher Atomkraftwerke, die das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheindenden neuen Ausgabe veröffentlicht: Im Zentrum der Kritik steht "Isar 1", mit 26 Dienstjahren Methusalem unter den umstrittenen Kernkraftwerken und nur 70 Kilometer von Österreichs Grenze entfernt. Die Schlussfolgerungen in dem NEWS exklusiv vorliegenden Geheimbericht sind dramatisch:

  • Terroristen sind mit jeder Art von Passagierflugzeug in der Lage, den atomaren Super-GAU im Herzen Bayerns auszulösen.
  • Wenn nur ein Triebwerk eine Reaktorgebäudewand durchdringe und einen Brand auslöse, sei die Beherrschung des atomaren Ernstfalls "fraglich".
  • Selbst ein "Treffer des Daches des Reaktorgebäudes durch Wrackteile mit Absturz eines Dachträgers in das Brennelementbecken" führe zu einer "begrenzten Freisetzung" von Radioaktivität aus dem Brennelementlagerbecken.
  • Wird in diesem Fall auch noch Kühlwasser verloren und entsteht ein Treibstoffbrand - wie es beim World Trade Center der Fall war -rechnen die Experten mit "erheblicher Freisetzung aus dem Brennelementlagerbecken".

Weiteres dramatisches Terrorgefahr-Potential laut Geheimbericht:
Das Uralt-AKW "Isar 1" liegt nur 46 Kilometer vom Flughafen München entfernt, eine Abflugroute sowie eine Warteschleife für ankommende Jets führt in unmittelbarer Nähe des AKWs vorbei. Der rechtzeitige Abschuss eines entführten Passagierjets durch Abfangjäger scheint somit ausgeschlossen.

Der Zusatz-Skandal hinter dem Skandal: Die Studie der "Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit" ist datiert mit 27. November 2002. Das Papier mit den daraus resultierenden Schadensszenarien ist kaum jünger: Es stammt vom 11. Dezember 2002.

Genau ein Jahr also, nachdem den zuständigen deutschen Behörden die Problematik bekannt wurde, ist noch immer nichts geschehen.

Den grünen Paradeaufdecker Peter Pilz, selbst Atomgegner der ersten Stunde, machen die Beschwichtigungsversuche der verantwortlichen Politiker fassungslos: "Der bayerische Umweltminister versucht, dieses lebensgefährliche Problem einfach auszusitzen."

Rückfragen & Kontakt:

Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NES0005