ÖBB-Fahrplanwechsel: Mehr Bahn für die Bundeshauptstadt

City Shuttle Doppelstock durchfahren Wien / Taktverdichtung auf der S 80 / Mehr Züge Richtung Osten

ÖBB (Wien) - Am kommenden Sonntag, den 14. Dezember 2003, stellt ganz Europa auf einen neuen Fahrplan um. Auch die ÖBB beteiligen sich an dieser Umstellung und realisieren damit eine Reihe von Verbesserungen für die Kunden der Bahn in Österreich. Speziell die Verkehre im Raum Wien werden umfassend verändert und neu organisiert. Neben verdichteten Takten und neuen Zugsverbindungen werden auch Eilzugverbindungen aus dem Wiener Umland künftig über die Schnellbahn-Stammstrecke durch die Bundeshauptstadt geführt. Auch die Verbindungen Richtung Osten werden rechtzeitig vor der EU-Erweiterung am 1. Mai 2004 massiv ausgeweitet und attraktiviert.****

Eilzüge in der Bundeshauptstadt
Mit dem Fahrplanwechsel bringen die ÖBB einen Systemwechsel in Sachen Pendlerverkehre im Großraum Wien. Die Stammstrecke der Wiener Schnellbahn zwischen Meidling und Floridsdorf wird nicht mehr länger die Domäne von S-Bahn-Zügen der Linien S 1, S 2, S 3 und S 15 sein. Künftig werden Eilzüge von Retz und Bernhardsthal (bzw. Breclav) nicht mehr am Bahnhof Wien Nord enden, sondern durchgebunden und ihre Reise bis nach Wiener Neustadt über die S-Bahn-Stammstrecke fortsetzen. Auch in der umgekehrten Richtung geht die Reise wieder über die Gleise der S-Bahn. Für Tausende tägliche Pendler aus dem Wiener Umland bringen die ÖBB damit eine entscheidende Verbesserung:
da auch wichtige Stationen wie Wien Mitte, Rennweg und Südtirolerplatz künftig von den Eilzügen angefahren werden, entfällt in der Regel ein Umstieg in die S-Bahn. Die Eilzüge halten in allen S-Bahn-Stationen zwischen Meidling und Floridsdorf außer in Wien Matzleinsdorferplatz und Wien Traisengasse, wo entsprechend einer Kundenbefragung kein Halt notwendig ist.

Auch die Wiener selbst profitieren im innerstädtischen Verkehr von dem neuen Angebot. Denn die Eilzüge werden durch moderne City Shuttle Doppelstock-Garnituren geführt, wodurch auch innerhalb Wiens eine entscheidende Komfortverbesserung Wirklichkeit wird. Die Kunden profitieren durch Niederflureinstiege und Klimatisierung sowie insgesamt von einem erhöhten Platzangebot.

Vorerst werden zwei Eilzüge pro Stunde und Richtung durch Wien durchgebunden. Ergänzt wird das Angebot durch rund 11 S-Bahnen pro Richtung und Stunde zwischen Wien Meidling und Floridsdorf. Damit setzen die ÖBB in Wien auf ein dichtes, kapazitätsstarkes und komfortables Angebot, das bereits heute von bis zu 200.000 Menschen pro Tag genutzt wird.

Taktverdichtung auf der S 80
Eine deutliche Verbesserung steht auch den Kunden der Linie S 80 zwischen Hausfeldstraße (Wien, Donaustadt) und Wien Südbahnhof bevor. Statt wie bisher in 30-Minuten-Intervallen werden die ÖBB künftig einen 20-Minuten-Takt errichten - durch eine geschickte Kombination aus S-Bahnzügen und Regionalzügen von Marchegg. Die ÖBB stellen dabei sicher, dass auch die Regionalzüge in allen 9 Stationen der S 80 halten und dadurch ein solides Angebot gelegt ist. Die ÖBB tragen damit dem Umstand Rechnung, dass die Bedeutung der S 80 durch die Anbindung der U-Bahnlinie U3 in der modernen Gemeinschaftshaltestelle Simmering deutlich gestiegen ist.

Mit den ÖBB künftig leichter zum Flughafen Wien
Deutlich ausgeweitet wird auch das Angebot der ÖBB zur besseren Anbindung des Flughafens Wien in Schwechat. Die S 7 wird künftig vom Bahnhof Floridsdorf starten und auch dort enden - und nicht wie bisher in Wien Nord, wodurch ein weiterer Kundenkreis im Norden Wiens angesprochen wird.

Zusätzlich starten die ÖBB auch mit neuen Busverbindungen zum Airport. Bereits als erste Vorleistung zum Fahrplanwechsel fährt seit 17. November ein neuer ÖBB-Bus im Rahmen der Vienna Airport Lines von der UNO-City in 30 Minuten direkt zum Flughafen. Mitarbeitern und Besuchern der UNO-City, des Konferenzzentrums und der ansässigen High Tech Zentren sowie Bewohnern der neuen Wohntürme zwischen Neuer und Alter Donau steht damit eine völlig neue Mobilitätsalternative zur Verfügung. Die BahnBusse verkehren vorerst alle 90 Minuten, eine Taktverdichtung ist bei einer entsprechenden Nachfrage geplant.

Neu ab 14. Dezember sind aber auch die Vienna Airport Lines vom Schwedenplatz / Ecke Postgasse (Wien,1.) zum Flughafen. Damit ist erstmals die Wiener City an den Flughafen direkt angebunden. Durch die U-Bahnlinien U1 und U4 ist die optimale Erreichbarkeit gegeben. Die BahnBusse verkehren halbstündlich.

Einen zusätzlichen Halt bekommen auch die bestehenden Vienna Airport Lines zwischen Flughafen und Wien Südbahnhof bzw. Westbahnhof. Diese BahnBusse werden künftig auch am Südtirolerplatz halten und werden damit auch die U1 angebunden. Zudem wird hier der tagsüber gefahrene Halbstundentakt auch auf die Abendstunden ausgeweitet.

EU-Erweiterung: Deutlich mehr Züge Richtung Osten
Bereits im Vorfeld der anstehenden Erweiterung der EU verstärken die ÖBB in Zusammenarbeit mit ihren Partnerbahnen das Angebot Richtung Osten entscheidend. Der EURegio-Verkehr zwischen Wien und Györ (Ungarn) wird massiv ausgebaut. Statt bisher vier Zugspaaren täglich führen die ÖBB ab Sonntag einen generellen 2-Stunden-Takt ein (das sind neun Zugspaare täglich). Dieser grenzüberschreitende Nahverkehr - hier haben die ÖBB im Vorjahr bereits ein europäisches Unikum etabliert - bringt eine deutlich verbesserte Verbindung auch kleinerer, grenznaher Städte beider Seiten.

Durch die geschickte Verknüpfung von Eilzügen aus Bratislava-Petrzalka, Györ, Neusiedl/See und Pamhagen nach Wien entsteht zudem für den Raum Bruck/Leitha ein 15-Minuten-Takt in den Morgenstunden. Tausende tägliche Pendler profitieren dieserart von der guten Zusammenarbeit der ÖBB mit den slowakischen und ungarischen Bahnen sowie mit der Raaberbahn.

Ebenfalls einen 2-Stunden-Takt errichten die ÖBB zwischen Wien Südbahnhof und Bratislava Hbf. über den Marchegger Ast. Von diesem Quantensprung in der Verbindung der nächstgelegensten Hauptstädte Europas profitieren nicht nur die beiden Städte selbst, sondern auch zahlreiche Gemeinden des Marchfeldes, wo die EURegio-Zügen ebenfalls halten.

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