ARBÖ: Sanierung der Kasko-Konditionen bei L17-Ausbildungsfahrten geglückt

Kasko-Ausschlussklauseln für L17-Fahrten saniert - ARBÖ für weitere Verbesserungen

Wien (OTS) - Die Kaskoversicherungen werden künftig keine Risikoausschlussklausel mehr für L17-Ausbildungsfahrten oder Übungsfahrten in ihren Allgemeinen Bedingungen aufweisen, teilt der ARBÖ mit.

Der Versicherungsverband hat auf Initiative des ARBÖ seinen Mitgliedern empfohlen, auf derartige konsumentenfeindliche Sonderklauseln zu verzichten bzw. im Schadensfall davon keinen Gebrauch zu machen. "Diese Empfehlung des Versicherungsverbandes wird von allen Autoversicherungen ernst zu nehmen sein", kommentiert ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.

Eine Autoversicherung hatte vor zwei Monaten diese Sonderklausel sogar vor dem Obersten Gerichtshof (OGH) verteidigt. Der ARBÖ hatte sich in einem Brief an den Versicherungsverband für eine Abschaffung dieser Risikoausschlussklausen eingesetzt, weil sie ein höchst erfolgreiches Ausbildungssystem behindert.

Weniger Bürokratie

Der ARBÖ tritt für weitere Verbesserungen des erfolgreichen Ausbildungssystem L17 ein, bei dem junge Führerscheinanwärter unter Aufsicht 3.000 km fahren müssen. Laut einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV) kam es bei dieser Gruppe von Führerscheinneulingen zu einem Rückgang der Unfälle um 15 Prozent.

So möchte der ARBÖ überprüft wissen, ob es wirklich notwendig ist, einen schriftlichen Nachweis über das Bestehen einer Kfz-Haftpflichtversicherung und die Zustimmung des Versicherers zu L17-Übungsfahrten erbringen zu müssen. Behörden und Fahrschulen verlangen diesen Nachweis derzeit noch, wobei in der Praxis unterschiedlich vorgegangen wird. Für manche Bezirkshauptmannschaften ist dieser Nachweis sogar Bedingung vor Erteilung der Bewilligung der Ausbildungsfahrt, für andere wiederum nicht.

Ärztliches Attest soll länger gelten

Als Problematik hat sich auch die Geltungsdauer des ärztlichen Zeugnisses herausgestellt. Das ärztliche Zeugnis für die jungen Führerscheinaspiranten kostet 29 Euro und muss vor Anmeldung zum L17-Führerschein vorgelegt werden. Derzeit erlischt es nach einem Jahr. Da der Ablauf des L17-Führerscheines auf ein volles Jahr ausgelegt ist, sind diese ärztlichen Zeugnisse bei Antritt der Führerscheinprüfung schon verfallen. Die Fahrschüler sind gezwungen, sich ein neues ärztliches Attest zu besorgen, das wieder 29 Euro kostet.

ARBÖ-Generalsekretär Dr. Hellar: "Die zweite Zahlung ist unfair, um so mehr die Fahrschüler keine Chance haben, die Sache zu beschleunigen. Die Gültigkeit des ärztlichen Attests gehört verlängert."

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